Sonntag, 19. Februar 2017


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Konjunkturumfrage Nordrhein-Westfalen

Eurokrise lässt dunkle Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen

(lifePR) (Düsseldorf, ) Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen sieht einer schwächeren Umsatzlage in den kommenden Monaten entgegen. Die fortwährenden Unsicherheiten über die Stabilität der Währungsunion und die Sparprogramme in Europa lassen die Exportnachfrage sinken. Im Düsseldorfer Landtag erläuterte BVMW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte die unsichere Lage der Betriebe des größten Bundeslandes:

"Die Ausgangslage ist stabil, die Aussichten auf die kommenden sechs Monate sind allerdings durchwachsen. Unsere Umfrage hat gezeigt, dass die Auftragslage im Mittelstand im kommenden halben Jahr stagnieren wird. Etwa 21,8 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent) der 518 befragten Betriebe an Rhein und Ruhr rechnen mit einer besseren Umsatzlage, während 17 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent) rückläufige Umsätze einkalkulieren. Dies ist der schlechteste Wert der Mittelstandsumfrage seit fünf Jahren. Trotz der konjunkturellen Abkühlung stellen die Unternehmen weiterhin ein: 28 Prozent der Betriebe planen Neueinstellungen, etwa neun Prozent müssen Entlassungen ins Auge fassen.

Positiv bewerten unsere Unternehmer die Entscheidung der Landesregierung, ausländische Berufsqualifikationen mit einem eigenen Anerkennungsgesetz kompatibel zu machen. Diese Entscheidung wird unserem Standort im Kampf um Fachkräfte gut tun und tausenden hier lebender Zuwanderer eine neue wirtschaftliche Perspektive bieten." Die Umfrage ergab, dass 9,8 Prozent der Mittelständler in den kommenden sechs Monaten mit einer Rezession in Deutschland rechnen, während 9,4 Prozent die Gesamtwirtschaft auch in den beiden vor uns liegenden Quartalen auf Wachstumskurs sehen. 81 Prozent erwarten eine Stagnation. Es ist demnach zu diesem Zeitpunkt unklar, in welche Richtung das Konjunkturpendel ausschlagen wird.

Bundesverband mittelständische Wirtschaft NRW (BVMW)

Der BVMW spricht als "Stimme des Mittelstands" für mehr als 150.000 kleine und mittlere Unternehmen deutschlandweit, die rund 4,3 Mio. Arbeitnehmer beschäftigen. Über 300 BVMW-Geschäftsstellen im In- und Ausland setzen sich für die im Verband organisierten Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Bildung von Netzwerken, die Organisation von Veranstaltungen und die politische Interessenvertretung. Zusammen mit seinen über 40 angeschlossenen Fach- und Branchenverbänden ist der BVMW die größte freiwillig organisierte Kraft des deutschen Mittelstands. In NRW ist der BVMW mit 40 Kreisgeschäftsstellen in den Regionen präsent.

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