10 Jahre BEM: mobil, digital, umweltbewusst - Elektromobilität verlangt neues Denken bei alten Akteuren

(lifePR) ( Berlin, )
Der Bundesverband eMobilität feiert am Freitag in Berlin sein zehnjähriges Bestehen. Während der Rede zur Festveranstaltung würdigte Präsident Kurt Sigl den Reformgeist des über 300 Mitglieder zählenden Verbandes und dankte den aktiven Unternehmen für ihre Vision und ihre Ausdauer. Hier Auszüge aus der Rede:

„ … Wir beobachten großen Mut und Kooperationswille, gemeinsam in ein neues Zeitalter nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung zu rollen und erleben gleichzeitig Unschlüssigkeit, Widerstand und Ahnungslosigkeit bei denen, die die Rahmenbedingungen setzen. Hier herrschen alte Akteure über den Erfolg der Elektromobilität, obwohl neues Denken erforderlich ist.“

„ … Elektromobilität ist kein Marketing-Effekt, sondern bedeutet die umfassende Umstellung der Produktion bei den Herstellern. Nur wenn 2030 jeder zweite Neuwagen in Deutschland elektrisch betrieben wird, können die Hersteller die vorgeschriebenen Verbrauchswerte einhalten. Für die Automobilindustrie bedeutet das gewaltige Veränderungen. Durch ein klares Bekenntnis zur eMobility ist es möglich, Jobs der klassischen Autoindustrie zu erhalten. Andernfalls machen andere Länder das Rennen.“

„ … Der Wunsch nach Wirtschaftswachstum im Einklang mit der Natur führt uns aktuell zu neuartigen Kooperationen. Der Bundesverband eMobilität fördert den Austausch der Bereiche Mobilität, Digitalisierung und Energiewirtschaft und wir sehen völlig innovative Formen des vernetzten Denkens.“

„ … Mit sieben Milliarden Euro subventioniert die derzeitige Regierung jährlich die herkömmliche Dieseltechnologie. Das ist das Geld, womit die Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen belebt werden könnten: bessere Ladeinfrastruktur, Senkung der Mehrwertsteuer beim Neuwagenkauf, freies Laden an öffentlichen Gebäuden, Parkvorteile und vieles mehr. Auch der Verbraucher benötigt ein klares Zeichen, wohin die Reise führen soll.“

 „ … Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität ist mit zehn Jahren genauso alt wie wir. Seitdem schieben sich Ministerien, Arbeitsgruppen und Fachkongresse die Papiere gegenseitig zu, anstatt die Energie- und Mobilitätswende gemeinsam zu lösen. Es fehlt ein Masterplan, wie er in den Nachbarländern üblich ist.“

„ … Hoffnungen im Bereich Wasserstoffantrieb sind differenziert zu betrachten, denn an dieser Technologie wird seit Jahren geforscht mit überschaubarem Ergebnis. Während der Einsatz im Individualverkehr wenig wirkungsvoll erscheint, könnte der Einsatz der Technologie besonders im Schwerkraftbereich, als Insellösung oder im Busverkehr in Betracht kommen.“

„ … Wir unterstützen den Ansatz, Ladestationen Zuhause und beim Arbeitgeber auszubauen, hierfür braucht es jedoch rechtliche Klarheit im Miet-und Wohnungseigentumsrecht und keine weiteren bürokratischen Hürden, welche die bestehenden Lademöglichkeiten gefährden.“

„ … Die Entwicklung des Akkus hat eine sensationell rasante Entwicklung genommen. Die Zyklenstabilität ist deutlich hoch- und die Kosten pro Kilowattstunde sind deutlich runtergefahren worden. Jetzt in die Massenproduktion von Batteriezellen einzusteigen ist richtig, um vor allem nicht von ausländischen Herstellern abhängig zu werden.“

„… Die Bewegung im Bereich Zweiradmobilität zeigt, dass der Markt anspringt und sich Elektromobilität durchsetzen wird. Die größte Anstrengung liegt in unseren Köpfen, alte Denkschablonen abzulegen und neue Realitäten zu organisieren.“

„ … Lassen Sie uns gemeinsam in den nächsten Jahren die erarbeiteten Chancen und die Möglichkeiten der Energie- und Mobilitätswende in Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Wohlstand und echte Potentiale für unsere Wirtschaft verwandeln, die im Einklang mit dem Klimaschutz stehen und insbesondere die Interessen der nachfolgenden Generationen berücksichtigen. Wir wissen, dass die Unternehmen der Green Economy längst über das Know-how und die Technologie und das Verständnis für diesen Wandel verfügen. Wir können das!“
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.