Freitag, 23. Februar 2018


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Unternehmen müssen sich besser auf den demografischen Wandel in Deutschlands Wirtschaftsregionen vorbereiten

BDU: Gravierende Auswirkungen auf Standort-, Investitions- und Personalentscheidungen noch nicht bei den Unternehmen angekommen

Berlin/Bonn, (lifePR) - Die ersten Ausprägungen des demografischen Wandels sind spürbar und in manchen Regionen Deutschlands bereits besonders offensichtlich. Der Demografiebeirat der Landesregierung für Sachsen-Anhalt konstatiert beispielsweise einen Bevölkerungsrückgang bei der Gruppe der 20- bis 50jährigen bis 2025 von 40 Prozent. Die Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen und das Angebot an Arbeitskräften werden von dieser Entwicklung maßgeblich betroffen sein. Die deutschen Unternehmen sind auf diese Veränderungen aber bislang nur wenig oder überhaupt nicht vorbereitet, so der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). Die Verschiebung der dynamischen Wirtschaftszentren sei bereits im Gange. "Boomzentren wachsen zu Lasten der Fläche. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf Standort-, Investitions- und Personalentscheidungen in den dort ansässigen Unternehmen", sagte BDU-Präsident Antonio Schnieder heute in Berlin.

Industrie und Wirtschaft würden in den nächsten Jahrzehnten massiv vom Bevölkerungsrückgang und der noch stärkeren Verschiebung der Wirtschaftskraft hin zu den dynamischen Wirtschaftszentren wie zum Beispiel rund um die Landeshauptstädte München oder Stuttgart geprägt. Dies habe wiederum großen Einfluss auf wichtige Unternehmensentscheidungen. Das Management müsse sich unter anderem mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit Produkte oder Dienstleistungen angepasst oder Standorte möglicherweise aufgegeben werden müssten. In manchen Regionen werde es zunehmend schwer fallen, genügend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Besonders Unternehmen ohne starke Arbeitgebermarke hätten einen hohen Handlungsdruck. Nur wer eine aktive Personalpolitik, systematische Weiterbildung und intelligente Programme zur Mitarbeiterbindung betreibe, könne nach Einschätzung der Unternehmensberater den demografischen Veränderungen entgegenwirken. Eine Beobachtung, die der BDU-Sanierungsexperte Professor Dr. Paul Groß bereits jetzt macht: "Das Personalmanagement hat mittlerweile in Sanierungsfällen eine ähnlich hohe Bedeutung wie das Finanzmanagement. Die Qualität der dortigen Maßnahmen und Programme entscheidet über die Überlebensfähigkeit von Krisenbetrieben."

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