Oesingmann: "Positive Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt bei den Freien Berufen"

(lifePR) ( Berlin, )
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- BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann kommentiert die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt der Freien Berufe im Frühjahr 2011:

"Die Ausbildungsstellensituation in den Ausbildungsberufen der Freien Berufe wird sich auch im Jahr 2011 positiv entwickeln. Bis Ende April wurden bereits über 10.000 Ausbildungsverträge abge-schlossen. Das sind über acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag 30. September dürfte damit mindestens ein ähnlich gutes Ergebnis erzielt werden wie im Vorjahr als 42.500 Neuverträge zu Buche standen.

Allerdings kann der sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Erhebung andeutende deutliche Zuwachs nicht einfach bis in den Herbst fortgeschrieben werden. Freiberufler binden immer früher im Ausbildungsjahr die Auszubildenden an sich und schließen Ausbildungsverträge mit ihnen ab. Während vor einigen Jahren, als die Bewerberzahl aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge noch sehr groß war und sich die Praxen, Kanzleien und Apotheken häufig lange Zeit bei der Auswahl der am besten geeigneten Bewerber ließen, werden heute angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen deutlich früher die Fühler nach den besten Auszubildenden ausgestreckt. Das ist nachvollziehbar und richtig, vor allem auch, weil der Wettbewerb um die besten Auszubildenden zwangsläufig stärker geworden ist.

Ein Problem bleibt weiterhin, dass viele Bewerberinnen und Bewerber nicht ausbildungsreif sind und es für die Freiberufler immer schwieriger wird, ihre angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen.

Angesichts der rückläufigen Schülerzahlen werden künftig auch Freiberufler kaum drum herumkommen, ihre Ausbildungsplätze auch mal mit lernschwächeren Jugendlichen zu besetzen. Ansonsten fehlen ihnen morgen die dringend benötigten Assistenzfachkräfte. Zur Besetzung einer Ausbildungsstelle muss es auch nicht immer der gute Realschüler oder gar Abiturient sein. Viele auf den ersten Blick nicht in das Bewerbungsprofil passende Jugendliche erweisen sich bei näherer Betrachtung - z. B. im Rahmen einer praktikumsähnlichen und von der Arbeitsagentur finanzierten Einstiegsqualifizierung - als gut geeignete und letztlich erfolgreiche Auszubildende. Die Agenturen für Arbeit bieten zudem mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) kostenlosen Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie sozialpädagogische Begleitung an. Dieses Angebot sollte auch von Freiberuflern viel intensiver genutzt werden."
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