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Pressemitteilung BoxID: 606035 (Bundesverband der Freien Berufe)
  • Bundesverband der Freien Berufe
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  • 10117 Berlin
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Dr. Vinken: "Die Freien Berufe behaupten ihre wirtschaftliche Bedeutung."

(lifePR) (Berlin, ) Das Institut für Freie Berufe in Nürnberg (IFB) hat für den Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) im zweiten Quartal 2016 eine Umfrage unter etwa 1.000 Freiberuflern zu ihrer Einschätzung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage und der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten sowie zum Spezialthema „Arbeit 4.0“ durchgeführt.  

Die Ergebnisse bestätigen den stabilen Aufwärtstrend bei den Freien Berufen: „Die Freien Berufe wachsen weiter “, so Dr. Vinken. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Geschäftsklima in den Freien Berufen nochmal verbessert und liegt weiterhin über vergleichbaren Indizes der gewerblichen Wirtschaft. Die Geschäftserwartungen bei den Freien Berufen sind im ersten Halbjahr 2016 sehr gut ausgefallen und haben den leichten Rückgang vom Herbst 2015 mehr als überkompensiert. „Die Nachfrage nach freiberuflichen Dienstleistungen ist hoch“, so Dr. Vinken: „Freiberufler bieten Dienstleistungen an, auf die weder der Einzelne noch die Gesellschaft als Ganzes verzichten kann bzw. will. Entscheidend ist und bleibt aber, dass die Qualität stimmt – daher brauchen wir auf dem Markt für freiberufliche Dienstleistungen stringente Spielregeln. Die Regulierung in den Freien Berufen funktioniert ganz offenkundig und ist ein Erfolgsrezept – darum ist es so unverständlich und kontraproduktiv, dass die Europäische Kommission Veränderungen ausgerechnet den Freien Berufen aufzwingen will.“  

Über alle Freien Berufe hinweg ist die Stimmung erfreulich: 51,9 Prozent aller Teilnehmer bewerten ihre eigene wirtschaftliche Situation derzeit als gut und 35,5 Prozent als befriedigend. Nur 12,6 Prozent sind unzufrieden. Alle befragten Berufsgruppen ziehen eine positive Bilanz bezüglich der aktuellen Geschäftsentwicklung. Besonders zufrieden sind Freiberufler im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, sowie im Bereich Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatung, gefolgt von den Heilberufen.  

Die Freiberufler schauen zuversichtlich auf die kommenden sechs Monate: 18,4 Prozent rechnen gar mit einer günstigeren Entwicklung, 70,7 Prozent erwarten einen gleichbleibenden Verlauf und nur 10,9 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Situation verschlechtern wird.   Die positive Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung spiegelt sich in der Personalplanung der Freien Berufe wider: 77,2 Prozent der Befragten wollen ihren Mitarbeiterstamm beibehalten, jeder Siebte plant sogar, in zwei Jahren mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als heute. Die Freien Berufe sind und bleiben ein Beschäftigungsmotor, denn jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ist Mitglied eines Freiberufler-Teams.  

Laut der aktuellen BFB-Statistik mit Fakten zu den selbstständigen Freiberuflern gab es bereits zum 1. Januar 2016 bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Zuwachs von 3,7 Prozent. Die BFB-Konjunkturumfrage deutet an, dass sich dieser erfreuliche Trend weiter fortsetzen könnte.  

Neben dem wirtschaftlichen Teil enthält die BFB-Konjunkturumfrage auch einen Teil zum Thema „Arbeit 4.0“.  

Bei einer großen Mehrheit der Befragten (60,6 Prozent) ist die Anzahl der Tätigkeiten, die online ausgeführt werden, gestiegen. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in der Gesellschaft ist auch bei der großen Mehrheit der befragten Freiberufler (58,8 Prozent) der Anteil der Online-Kontakte mit Kunden gewachsen.  

Zwei Drittel der befragten Freiberufler (67,5 Prozent) sind der Meinung, dass sich die Effizienz der Arbeit durch die Nutzung digitaler Medien erhöht hat. Am häufigsten ist dies der Fall bei technisch-naturwissenschaftlichen Berufen (78,8 Prozent), gefolgt von rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen (72,8 Prozent) und kulturellen Berufen (72,7 Prozent).  

Der Berufsalltag ist durch die Nutzung digitaler Medien und Internet geprägt, insbesondere bei 82,3 Prozent der befragten rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe, bei 77,7 Prozent der technisch-naturwissenschaftlichen und bei 77,6 Prozent der kulturellen Berufe. Die Mehrheit der Befragten erwartet, dass die zunehmende Nutzung digitaler Medien höhere Anforderungen an Maßnahmen zum Datenschutz erfordert als bisher.   Dr. Vinken zu den Ergebnissen der Umfrage: „Die Freien Berufe sind Zugpferd für die deutsche Wirtschaft und an der Konjunkturumfrage lassen sich das ausgeprägte Wachstumspotenzial der freiberuflichen Vertrauensdienstleistungen und ihre verantwortungsvolle Position in der Gesellschaft erkennen. Aufgrund ihrer weitreichenden Aufgaben bleiben die Freien Berufe Träger der Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft“.

Bundesverband der Freien Berufe

Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe in Deutschland. Sie sind Wachstums- und Beschäftigungsmotor: Als Arbeitgeber beschäftigen die rund 1,34 Millionen selbstständigen Freiberufler in Deutschland fast 3,6 Millionen Mitarbeiter - darunter ca. 122.000 Auszubildende. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Jahresumsatz von rund 388 Milliarden Euro und steuern somit 10,1 Prozent oder jeden zehnten Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Bedeutung der Freien Berufe für Wirtschaft und Gesellschaft geht jedoch weit über ökonomische Aspekte hinaus: Die Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Freien Berufe.