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Pressemitteilung BoxID: 602781 (Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. - BDWi)
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Sommerpause ... Bundestagswahlkampf und "Praxis für Politik"

Politik den Bürger vermitteln - online und vor Ort! Auf die MdBs kommt es an

(lifePR) (Berlin, ) Der Ton wird scheinbar rauer, wenn hierzulande über Politik diskutiert wird. Wer nach Ursachen sucht, wird nicht an der Flüchtlingskrise vorbeikommen, die als Megathema die Gesellschaft polarisiert. Wer zurückblickt, findet aber in der Vergangenheit zahlreiche ähnliche Themen, von Griechenland bis zum NATO-Doppelbeschluss in den 80er-Jahren. 

Ein weiterer Erklärungsbaustein für den raueren Ton ist der Aufstieg der sozialen Medien innerhalb weniger Jahre. Wer die Kommentarspalten auf Facebook oder in anderen öffentlich zugänglichen Medienforen sichtet, stößt auf zahlreiche Formulierungen die von guter Kinderstube meilenweit entfernt sind. Einiges davon ist ganz eindeutig strafbar und sollte  von der Polizei verfolgt und zur Anklage gebracht werden.

Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, alle Formulierungen in sozialen Netzwerken, die nicht einwandfrei formuliert sind, von vornherein in die Hetz- und Pöbelecke zu verschieben. Viele Bürger sind nicht alltäglich damit beschäftigt, sich schriftlich politisch zu äußern. Sie schreiben so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Wenn sie sich für Politik interessieren, ist das erst einmal etwas sehr Gutes. Ein zugespitztes Thema – wie aktuell die Flüchtlingskrise – birgt die Chance in sich, wieder mehr Bürger für Politik zu begeistern.

Das Netz + social media

Das Internet und die sozialen Medien bieten viel Spielraum für Bürgerdialog. Die Abgeordneten der Parlamente sind für eine Vorreiterrolle prädestiniert. Sie können etwas anbieten, das Grundvoraussetzung für erfolgreiche Online-Kommunikation ist. Sie haben jede Menge attraktive Inhalte. Das gilt für ihr Spezialgebiet, der oder die Ausschüsse, die sie im Parlament besetzen, und bei Themen für die sie eine besondere Kompetenz vorweisen können. Es gilt aber auch für die großen politischen Debatten, an denen sie besonders nah dran sind und  natürlich für lokale Inhalte aus dem Wahlkreis.

Die Wahlkreise sind das Pfund, mit dem Abgeordnete online wuchern können. Die wichtigste Zielgruppe für die Online-Kommunikation sind Parteimitglieder und Unterstützer. Wenn aber nur diese Zielgruppe erreicht wird, bewegen sich die Abgeordneten in einer sehr engen Filterblase. Verknüpfungen zu lokalen Vereinen, Verbänden und Medien bieten aber viel Spielraum, diese Filterblase zu überspringen. 

In dem Zusammenhang ist es eine Binsenweisheit, dass die Internetseite des Abgeordneten immer – noch – im Mittelpunkt stehen sollte. Eine smartphonelesbare Variante ist Pflicht.

Bei den sozialen Medien hat Facebook die größte Reichweite und interessante Möglichkeiten, Werbung zu schalten. Relevant sind auch Twitter als Debattenplattform, Instagram für Fotos, youtube für Videos und WhatsApp für chatbasierte Newsletter. Der größte Hype ist zurzeit Snapchat. Die Sichtbarkeit der Inhalte ist da jedoch beschränkt. Es können sehr gut junge Bürger erreicht werden, aber mit erheblichem Aufwand.

Bei den Inhalten geht der Trend zu Videocontent und Fotos. Gutgeschriebene Texte sind aber immer noch besonders gut geeignet, um Debatten anzustoßen.

Bürgerdialog

Besuche bei und Gespräche mit Verbänden und Vereinen im Wahlkreis sind Tagesgeschäft für Abgeordnete. Hier bieten sich zahlreiche Kommunikationsgelegenheiten. Besonders wichtig ist es, nicht im eigenen Saft zu schmoren. Darum sollten zum Beispiel wirtschaftsferne Abgeordnete regelmäßig mit der Wirtschaft und ihren Verbänden sprechen. Das gilt auch für die Bundesebene.  

Praxis für Politik

Ein Beispiel für Bürgerdialog mit Mehrwert für die Kommunikation ist die BDWi-Aktion „Praxis für Politik“. Abgeordnete lernen ein Unternehmen in ihrem Wahlkreis näher kennen. Das ist nicht nur für Verbandsmedien sondern auch für die lokale Berichterstattung interessant.