Coronaviruskrise: Tourismuswirtschaft fordert erweiterten Rettungsschirm

Branchenpräsident Frenzel: Am stärksten betroffene Branche braucht hundertprozentige Haftungsgarantie und direkte Beihilfen

(lifePR) ( Berlin, )
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) begrüßt das heute beschlossene fiskalische Maßnahmenpaket der Bundesregierung als wichtigen Schritt zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Coronaviruskrise. „Nichtsdestotrotz brauchen die Unternehmen der Tourismusbranche umgehend einen erweiterten staatlichen Rettungsschirm, um die Coronaviruskrise zu überstehen“, so BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel. „Wir fordern dafür eine hundertprozentige staatliche Haftungsgarantie gegenüber den Banken für die Unternehmen der Tourismuswirtschaft. Ansonsten wird ein großer Teil unserer Betriebe keine Überbrückungskredite erhalten und ohne diese werden viele von ihnen diese Krise nicht überstehen. Die Schutzbedürftigkeit wird umso mehr gelten, wenn wir in die Lage kommen, dass in ganzen Regionen das öffentliche Leben ausgesetzt wird. Wie schnell das gehen kann, zeigen ganz aktuell die Beispiele Belgien und Österreich. Deshalb geht es nicht nur um Kredite. Ein Rettungsschirm muss auch direkte staatliche Finanzhilfen für die betroffenen Betriebe umfassen. Liquiditätssicherung muss in der aktuellen Extremsituation das oberste Ziel sein und dafür reichen die bisherigen und heute beschlossenen politischen Maßnahmen noch nicht aus.

Wir sind so betroffen wie keine andere Branche und die Lage spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu. Die Umsätze brechen branchenweit weg, während die Betriebskosten weiterlaufen. Unsere Branche hat viele Krisen gemeistert, aber wir sehen uns hier mit einer Krise unbekannten Ausmaßes konfrontiert, in der wir schnellstmöglich Hilfe benötigen. Die Zahl leerer Restauranttische, Hotelzimmer, Bus- und Flugzeugsitze, Messehallen, Stornierungen bereits gebuchter Reisen und vieles mehr nimmt dramatische Dimensionen an. Kein Wunder, werden doch die Restriktionen in Deutschland und die Reisebeschränkungen in vielen Teilen der Welt immer schärfer. Gesundheit hat Top-Priorität, daran besteht kein Zweifel. Aber der Politik muss auch daran gelegen sein, die Folgen der notwendigen Maßnahmen auf die Wirtschaft so weit wie möglich abzupuffern. Alleine schafft die Branche, schaffen es unsere Unternehmerinnen und Unternehmen in dieser sich immer weiter zuspitzenden Extremsituation nicht.“

Das Rettungspaket muss darüber hinaus kurz- und mittelfristig eine Reihe weiterer Maßnahmen enthalten, darunter auch Steuersenkungen in einzelnen Bereichen der Tourismusbranche wie der Gastronomie oder des Reisebusverkehrs. Ein Papier mit den konsolidierten Forderungen der Tourismusbranche finden Sie hier…
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