Sonntag, 26. Februar 2017


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Bevölkerungspolitik für Klimaschutz

(lifePR) (Berlin, ) Bei der Präsentation des diesjährigen Weltbevölkerungsberichts in Berlin betonte Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium: "Klimawandel betrifft uns alle! Gerade die ärmsten Länder und dort die ärmsten und verwundbarsten Bevölkerungsgruppen - diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben - werden aber am schlimmsten unter seinen Folgen leiden. Um den Klimawandel einzudämmen, müssen Industrie- und Entwicklungsländer in erster Linie ihre Emissionen mindern. Der Weltbevölkerungsbericht 2009 zeigt, wie wichtig es ist, alle Dimensionen von Entwicklung auch in der Klimadiskussion zu berücksichtigen. So macht der Bericht ganz deutlich: Für wirksamen Klimaschutz ist langfristig auch die Stabilisierung der Weltbevölkerung notwendig. Entscheidend dafür ist der verbesserte Zugang zur Familienplanung sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter. Dafür werden wir die Menschenrechte und die Selbstbestimmung insbesondere von Frauen und Mädchen weiter stärken. Ich appelliere ganz explizit dafür, diese Thematik in ein zukünftiges Klimaabkommen zu integrieren."

Das Bundesentwicklungsministerium fördert Maßnahmen zur Familienplanung und Gesundheit von Müttern in ca. 30 Partnerländern und drei Regionen. Besonderer Wert wird dabei auf die Selbstbestimmung und die Achtung der Menschenrechte der Frauen gelegt. So konnte zum Beispiel in Kenia durch die Einführung von "Gesundheitsgutscheinen" erreicht werden, dass die Betreuung von Geburten durch qualifizierte Hebammen verbessert wurde und arme Bevölkerungsschichten leichteren Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen von privaten und öffentlichen Anbietern haben. Für klimarelevante Projekte und Programme stellt das Bundesentwicklungsministerium bereits über eine Milliarde Euro bereit pro Jahr. Ein Großteil dieser Mittel wird für erneuerbare Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz eingesetzt. Der Aufbau eigener Kapazitäten in den Entwicklungsländern sowie die Technologiekooperation sind wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit. Diese Mittel sollen zur Unterstützung der Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Anpassung an seine Folgen weiter aufgestockt werden.

Der Weltbevölkerungsbericht 2009 des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA, trägt den Titel "Eine Welt im Wandel: Frauen, Bevölkerung und Klima". Der Bericht stellt die Verbindung zwischen Genderaspekten, Bevölkerungswachstum und Klimawandel dar und betont die Relevanz der Bevölkerungspolitik im Kampf gegen den Klimawandel. Gemeinsam mit dem UN-Bevölkerungsfonds und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung stellt das Bundesentwicklungsministerium den Bericht in Berlin heute erstmals der Öffentlichkeit vor.

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