Samstag, 23. September 2017


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Katar und Iran teilen sich größtes Erdgasfeld der Welt mit fast einem Fünftel der globalen Vorräte

Neue Kurzstudie der BGR

Hannover, (lifePR) - Knapp ein Fünftel der globalen Erdgasreserven werden nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im größten Erdgasfeld der Welt „North Dome/South Pars“ im Persischen Golf vermutet. Das Feld teilen sich die beiden Golfstaaten Katar und Iran. Es ist mehr als 13-mal größer als der „Supergiant“ Groningen in den Niederlanden, berichtet die BGR in ihrer neuen Kurzstudie „Katar und Iran teilen sich das größte Erdgasfeld der Welt“ in der Ausgabe Nr. 54 der „Commodity Top News“.

Nach den Schätzungen der BGR enthielt der „Megagiant“ „North Dome/South Pars“ bei Beginn der Förderung Ende der 1980er Jahre rund 38 Billionen m3 förderbares Erdgas. Das entlang der gemeinsamen Seegrenze von Katar und Iran gelegene Erdgasfeld umfasst eine Fläche von insgesamt 9.700 km2 – halb so groß wie Rheinland-Pfalz. Aus der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.000 m stammten zuletzt (Stand 2015) etwa 7 % des weltweit geförderten Erdgases.

Allerdings herrschen in beiden Ländern unterschiedliche Produktionsbedingungen. Katar fördert seit vielen Jahren im Feldesteil „North Dome“ auf hohem Niveau. Das Land verfügt dank dieses Vorkommens insgesamt über die weltweit drittgrößten Erdgasvorräte. Als mit Abstand größter Exporteur von verflüssigtem Erdgas (LNG) trägt Katar mit nahezu einem Drittel zum gesamten LNG-Export der Welt bei (Stand 2015). „Katar wird bei Erdgas aufgrund der enormen noch zur Verfügung stehenden Mengen, vergleichsweise sehr niedriger Förderkosten und der bestehenden Infrastruktur mit hohen Exportkapazitäten langfristig profitabel sein können. Gleichwohl haben niedrige Erdgaspreise die Profitabilität von LNG in letzter Zeit deutlich beeinträchtigt“, betont BGR-Erdgasexperte Jürgen Meßner.

Dagegen befindet sich der Iran in seinem Feldesteil „South Pars“ aufgrund langjähriger Sanktionen durch den Westen noch in der Entwicklung der Lagerstätte. So fördert das Land aktuell nur etwa 75 % dessen, was Katar aus der Lagerstätte entnimmt. „Eine zügige Steigerung der Erdgasförderung genießt im Iran deshalb hohe Priorität und das Land treibt die Entwicklung von South Pars stark voran“, so Meßner. Um die Förderung von Erdgas weiter zu erhöhen, sind allerdings bedeutende Investitionen sowie die Beteiligung internationaler Unternehmen erforderlich.

Weitere Informationen:

Link zur Studie:
https://www.bgr.bund.de/CTN-54

 

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