Frühjahresbelebung in Sicht - mehr freie Jobs für die Menschen in Sachsen

(lifePR) ( Nürnberg, )
Von Januar auf Februar ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gesunken. Begonnene Lehrgänge, Einstellungen in Arbeit und vorübergehende Abmeldungen in Krankheit haben zu diesem Rückgang geführt. Besonders auffällig war im Februar der kräftige Anstieg der neuen gemeldeten Arbeitsstellen. Bei einer Arbeitslosenquote von sechs Prozent waren 128.500 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

„Nachdem im Januar die Arbeitslosenzahlen saisonbedingt gestiegen sind, gab es im Februar einen leichten Rückgang. Zurückzuführen ist dieser auf begonnene Qualifizierungen und Ein-Euro-Jobs, verstärkte Abmeldungen in Arbeit und Krankmeldungen. Erfreulich ist der Blick auf die nächsten Wochen. Die Unternehmen stehen in den Startlöchern – die Frühjahresbelebung kommt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Wirtschaft wieder kräftig Personal einstellt. Über den Winter freigesetzte Mitarbeiter werden zurückgeholt, neue Arbeitsplätze werden besetzt und durch Rentenabgänge freigewordene Arbeitsplätze nachbesetzt. Alle Menschen, die noch nicht zum Zuge kommen, können sich auf die Unterstützung durch ihre Arbeitsagentur oder ihr Jobcenter verlassen. Wir werden mit Qualifizierung in die Kompetenzen investieren und Menschen fit für die Arbeiten machen. Wir werden aber auch für viele Menschen Teilhabe ermöglichen. 2019 wird ein Jahr der Chancen und wir helfen dabei“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren im Februar in Sachsen 128.545 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 1.560 (minus 1,2 Prozent) weniger und zum Vorjahresmonat 12.138 Menschen weniger arbeitslos gemeldet (minus 8,6 Prozent).

Im Februar wurden 35,7 Prozent aller Arbeitslosen (45.841) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 64,3 Prozent (82.704) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 136 (minus 0,3 Prozent) Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.668 Arbeitslose weniger (minus 3,5 Prozent). In den Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl zum Vormonat um 1.424 (minus 1,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10.470 (minus 11,2 Prozent) gesunken.

Die Arbeitslosenquote belief sich im Februar auf sechs Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie um 0,7 Prozentpunkte.

Beschäftigung

Im Dezember 2018 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen über 1,62 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 22.000 berufstätigen Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,4 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Verarbeitenden Gewerbe (plus 4.900) und im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (plus 4.600). Einen starken Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin in den Bereichen Erziehung und Unterricht (plus 3.400), Heime und Sozialwesen (plus 3.200) sowie im Logistikbereich (Verkehr und Lagerei: plus 3.000). Auch im Baugewerbe (plus 2.900) und im Bereich Information und Kommunikation (plus 2.500) sind viele zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse entstanden. In der Arbeitnehmerüberlassung ist ein Rückgang von 8.000 Beschäftigten zu verzeichnen.

Im langjährigen Vergleich liegt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1,62 Mio. auf recht hohem Niveau. In keinem Dezember seit 1999 waren mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Den Tiefstand erreichte die Beschäftigung in Sachsen im Jahr 2005. Damals waren im Dezember 1,33 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 284.000 weniger als aktuell.

Arbeitskräftenachfrage

Im Februar haben sächsische Betriebe insgesamt 10.797 freie Stellen gemeldet. Das waren 3.440 Stellen mehr als im Januar (plus 46,8 Prozent) und 676 weniger als im Februar 2018.

Damit sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 37.223 freie Stellen gemeldet, 1.117 mehr als im Januar und 806 weniger als vor einem Jahr.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (10.227) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.904), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.259), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.318), dem Baugewerbe (2.877), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.625), dem Gastgewerbe (1.708) und dem Logistikbereich (1.335).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 44.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im Februar 2019 haben rund 46.000 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder standen vorübergehend der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung. Viele wurden mit Weiterbildungen (10.300) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (4.500) und an Aktivierungsmaßnahmen (6.400) teilgenommen oder wurden durch andere Träger unterstützt (10.200). Ein Teil der Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos (zum Beispiel wegen Krankheit: 4.700).

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen, Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und vorübergehend nicht verfügbaren Arbeitsuchenden – belief sich im Februar 2019 auf insgesamt 174.615 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Februar 2018 um 15.000 oder 7,9 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 73,6 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im Februar bei 8,1 Prozent.
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