Deutlich weniger Arbeitslose im Oktober

Der sächsische Arbeitsmarkt im Oktober 2020

(lifePR) ( Chemnitz, )
Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von September auf Oktober um 4.200 auf 128.600 arbeitslose Frauen und Männer gesunken Die Arbeitslosenquote sank damit auf 6,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sind derzeit 19.500 mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Diese recht positive Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt ist nur möglich, weil mit dem Kurzarbeitergeld viele Arbeitsplätze gesichert werden.  

„Der positive Trend aus dem letzten Monat setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt und die Firmen melden wieder mehr freie Stellen. Diese Entwicklung ist für den Oktober üblich und auf die anhaltende Herbstbelebung zurückzuführen. Dennoch müssen wir die bevorstehenden Herausforderungen ernst nehmen. Das weitere Infektionsgeschehen und Kontaktbeschränkungen werden sich direkt auf den Arbeitsmarkt auswirken. Darauf sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter gut vorbereitet. Fakt ist: Die Menschen in Sachsen können sich auf die Arbeitsagenturen und Jobcenter verlassen. Die Geldleistungen sind sicher und werden zeitnah ausgezahlt, die Beratung und Vermittlung läuft – telefonisch, online und unter Einhaltung der geltenden Regelungen auch weiter persönlich. Wir arbeiten im Dienste der Menschen“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.  

Arbeitslosenzahl im Oktober: 128.629
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (132.841): -4.212 oder -3,2 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (109.124): +19.505 oder +17,9 Prozent
Arbeitslosenquote im September: 6,1 Prozent
Anträge auf Kurzarbeitergeld für Juli: 15.590
Personen in den Anträgen auf Kurzarbeitergeld für Juli:  141.470            

Arbeitslosigkeit
Insgesamt gab es im Oktober in Sachsen 128.629 arbeitslose Menschen. Im Vergleich zum Vormonat waren 4.212 weniger (minus 3,2 Prozent) und zum Vorjahresmonat 19.505 mehr Menschen arbeitslos gemeldet (plus 17,9 Prozent). Den kräftigsten Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es aktuell bei den arbeitslosen jungen Menschen. So sind im Oktober 11.602 der 15- bis 24-Jährigen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.887 (minus 14 Prozent) weniger als noch im September. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es jedoch 2.590 (plus 28,7 Prozent) mehr arbeitslose junge Menschen.  

Im Oktober wurden 39,5 Prozent aller Arbeitslosen (50.770) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 60,5 Prozent (77.859) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 2.655 weniger Frauen und Männer arbeitslos gemeldet (minus fünf Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr sind es 14.912 Arbeitslose mehr (plus 41,6 Prozent). In den Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl zum Vormonat um 1.557 (minus zwei Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4.593 (plus 6,3 Prozent) gestiegen.  

Die Arbeitslosenquote ist im Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um ein Prozent.    

Kurzarbeit
Ohne das Kurzarbeitergeld wären die Arbeitslosenzahlen im Oktober deutlich höher ausgefallen. Für den Monat Juli liegt die aktuelle Hochrechnung für die tatsächlich realisierte Kurzarbeit in Sachsen vor. Demnach haben bislang für den Juli 15.590 Betriebe konjunkturelles Kurzarbeitergeld für insgesamt 141.470 beschäftigte Frauen und Männer beantragt. Damit ist die Kurzarbeiterzahl seit April 2020 (34.000 Betriebe mit 288.000 Beschäftigten) rückläufig.  

Jedoch haben auch im Oktober sächsische Betriebe Kurzarbeitergeld neu anzeigen müssen, weil von einem Arbeitsausfall auszugehen war oder die ursprüngliche Anzeige verlängert werden müsste. So haben in den vergangenen Wochen weitere 491 sächsische Betriebe Kurzarbeit neu angezeigt. Hinter diesen Anzeigen standen 5.459 Beschäftigte. Damit ist im Verlauf der Corona-Krise die Zahl der neuen Anzeigen weiter zurückgegangen. Die Anzeigen auf Kurzarbeitergeld haben im März und April diesen Jahren ihren Höchststand erreicht. Damals haben 48.600 Betriebe für über 544.000 Personen Kurzarbeit angezeigt.  

Beschäftigung
Die Zahl der Beschäftigten in Sachsen ist von Juli auf August um 12.500 (plus 0,8 Prozent Prozent) gestiegen. Damit waren im August 2020 in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,62 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind 8.100 weniger Menschen angestellt, was einem Beschäftigungsrückgang von 0,5 Prozent entspricht.  

Arbeitskräftenachfrage
Im Oktober haben sächsische Betriebe insgesamt 8.602 freie Stellen neu gemeldet. Das waren 1.242 mehr als im September (plus 16,9 Prozent) und 283 mehr als im Oktober 2019 (plus 3,4 Prozent). Damit waren in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 35.651 freie Stellen gemeldet, 861 mehr als im Vormonat und 2.691 weniger als vor einem Jahr. Der gemeinsame Arbeitgeberservice berät suchende Unternehmen und vermittelt geeignete Bewerberinnen und Bewerber.  

Grundsicherung
Im Oktober waren 146.673 Familien (Bedarfsgemeinschaften) auf finanzielle Unterstützung der dreizehn sächsischen Jobcenter angewiesen. Damit ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vormonat um 4.396 gesunken. Insgesamt 181.468 erwerbsfähige Menschen sind aktuell auf Grundsicherungsleistungen angewiesen, 5.511 weniger als im September. Für Selbständige oder Kurzarbeiter wurde der Zugang zur Grundsicherung erleichtert, um deren Einkommensverluste teilweise abzufedern.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.