Dienstag, 24. April 2018


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BUND Saar lehnt Nordumfahrung Merzig ab

Ökonomisch und ökologisch unsinniges Projekt

Saarbrücken, (lifePR) - Angesichts des unlängst bekannt gewordenen Briefes aus dem Bundesverteidigungsministerium fordert der BUND Saar die politisch Verantwortlichen auf, endlich Abstand von der Nordumfahrung Merzig zu nehmen. Auch wenn Verteidigungsminister de Maizière Verhandlungsbereitschaft signalisiert hat, steht das Projekt nach Ansicht des BUND Saar vor dem Aus.

"Wir können uns solche Projekte wie die Nordumfahrung Merzig allein aus ökonomischen Gründen einfach nicht mehr leisten. Ganz schlimm ist für uns der Eingriff in die Natur. In dem Planungsgebiet lebt die stark bedrohte Wildkatze, für die wir hier im Saarland eine besondere Verantwortung haben", so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Nach Ansicht des BUND Saar stehen die Kosten der Nordumfahrung Merzig von vermutlich mehr als 17 Millionen Euro in keinem Verhältnis zu dem erwartenden Nutzen. Die neue Straße wird kaum zur Entlastung der Merziger Innenstadt beitragen, die verkehrlichen Effekte sind minimal. Schon jetzt sind durch Maßnahmen in der Innenstadt deutlich spürbare Entlastungen erreicht worden. Weitere intelligente Lösungen zur Lenkung der innerstädtischen Verkehrsströme sollten folgen. Auch darüber hinaus sieht der BUND weitere Möglichkeiten, die Verkehrssituation zu verbessern.

Auch der ökologische Schaden wird groß sein. Auch wenn die viel zitierte "Variante 5" über das Bundeswehrgelände die Variante sein soll, bei der der Eingriff in Natur und Landschaft noch am geringsten ausfallen soll, wird es keine Nordumfahrung zum ökologischen Null-Tarif geben. Da der BUND ein anerkannter Naturschutzverband ist, steht dem Verband auch der Klageweg offen. Sollte es erforderlich sein, wird der BUND Saar auch eine Klage gegen die Nordumfahrung Merzig ernsthaft in Erwägung ziehen.

"Aber wir hoffen, dass es erst gar nicht so weit kommen muss und die Politik, das Verkehrsministerium, endlich den Mut aufbringen, das Projekt beenden", so Hassel.

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