Tümpel für den Froschkönig

Baggereinsatz für den Naturschutz vom Werratal bis zum Rennsteig

(lifePR) ( Erfurt, )
Das landesweite Projekt des BUND Thüringen „Tümpel für den Froschkönig“ zur Förderung der Lebensräume von Laubfrosch und Geburtshelferkröte geht in diesen Tagen  in die letzte Runde. Nach jahrelanger Vorbereitung durch den BUND arbeiten derzeit mehrere Firmen an der Umsetzung dieses, von der Europäischen Union und dem Freistaat Thüringen geförderten Projektes. Schwerpunkt ist in diesem Jahr der Landkreis Schmalkalden-Meiningen. In Sülzfeld bei Meiningen wird ein stark verlandeter Teich durch das Entfernen der Schlammschicht und die Abdichtung des Dammes wieder “froschtauglich“ hergerichtet.

Da der Laubfrosch warme Gewässer bevorzugt, werden in der Gemarkung Berkes im Süden mehrerer Gewässer die Bäume entfernt, um eine optimale Besonnung zu gewährleisten. Zudem werden sie entschlammt und erweitert.

Weitere Maßnahmen laufen am Hofsee bei Behrungen und in der Nähe von Obermaßfeld. Fertiggestellt wurden in der letzten Woche bereits ein neuer Froschtümpel in Breitungen und in der Gemarkung Reumles bei Meiningen drei verlandete Teiche. Witterungsbedingt werden zum Abschluss zwei kleine Gewässer an der Wanderherberge „Weidmannsruh“ in der Nähe des Rennsteiges saniert. Ein Besatz der Gewässer mit Fischen soll unterbleiben, damit sich die Froscheier und Kaulquappen ungestört entwickeln können.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres war in der Nähe von Gotha die mit 2.000 Quadratmetern größte Teichsanierung des Projektes fertiggestellt worden.

Als mögliche Fotomotive bieten sich die derzeit laufenden Baggerarbeiten an. Zudem steht Ihnen der Projektleiter vor Ort Rede und Antwort.

Hintergrund:

Das BUND-Projekt „Tümpel für den Froschkönig“

Ziel des Projektes ist es, die Lebensbedingungen des Laubfrosches durch die Revitalisierung von Gewässern zu verbessern und Quellpopulationen zur weiteren Ausbreitung in die Fläche zu stärken. Die Wiederherstellung eines funktionierenden Kleingewässernetzwerkes soll mittel- bis langfristig der Wiederbesiedlung einstiger Vorkommensgebiete des Laubfrosches dienen. Damit leisten wir einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Thüringen.

Das Projekt wird in verschiedenen Regionen in ganz Thüringen durchgeführt: in den Teichgebieten bei Ebeleben (KYF) und Neustadt / Orla (SOK), im Werratal bei Meiningen (SM) und auf dem Krahnberg bei Gotha (GTH).

Ergebnisse aus der ersten Projektphase

Von Mai 2013 bis April 2015 wurde eine erste Projektphase erfolgreich durchgeführt. Es konnten sechs Teiche entschlammt, fünf Gewässer neu angelegt und mit Unterstützung von Freiwilligen 20 Gewässer freigeschnitten werden.

Die genannten Maßnahmen wurden von einer umfangreichen Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit begleitet. Für die Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen wurde ein „Laubfrosch-Rucksack“ entwickelt, von dem 20 Exemplare an Bildungseinrichtungen in den Projektgebieten verteilt wurden.

Folgeprojekt mit Erweiterung auf weitere Amphibienarten

Die erfolgreiche Arbeit aus dem Vorgängerprojekt wurde in den Jahren 2016 bis 2019 fortgesetzt. In den beschriebenen Projektgebieten wurden bisher 11 Gewässer saniert und 3 Teiche neu angelegt.

Besonders dringenden Handlungsbedarf sehen wir aktuell für die Geburtshelferkröte in Thüringen. Deshalb haben wir im Folgeprojekt auch Maßnahmen für diese Art vorgesehen. In der Nähe von Trusetal wurde ein Gewässer neu angelegt. Dort konnten schon im zweiten Jahr Faden- und Bergmolch, Grasfrosch und Geburtshelferkröte nachgewiesen werden.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Thüringen über das Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL)“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Thüringer Aufbaubank gewährt.
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