Montag, 23. Oktober 2017


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BUND fordert generelles Fracking-Verbot in Deutschland. Schottland-Moratorium setzt Zeichen

Berlin, (lifePR) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte von der Bundesregierung anlässlich der heutigen Verbändeanhörung zu deren Fracking-Gesetzespaket, den Einsatz der Fracking-Technologie in Deutschland nicht zuzulassen. Es reiche nicht, Fracking lediglich auf einem Siebtel der Fläche Deutschlands auszuschließen und es auf sechs Siebtel zu ermöglichen, sagte die BUND-Klimaexpertin Ann-Kathrin Schneider. Die Anwendung der Fracking-Technologie zur Exploration von Erdgas oder Erdöl berge inakzeptable ökologische Risiken, sei klimapolitisch kontraproduktiv und verzögere die Energiewende, so Schneider.

"Die schottische Regionalregierung hat jetzt entschieden, Fracking nicht zuzulassen. Auch in der Bundesregierung muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn konsequent auf erneuerbare Energien umgestiegen wird. Der Ausstieg aus fossilen Energiequellen und mehr Energieeffizienz müssen im Klimaschutzjahr 2015 entschieden vorangebracht werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird beim kommenden G-7-Gipfel und bei der Weltklimakonferenz Ende des Jahres in Paris nur überzeugen können, wenn auf der politischen Agenda der Klimaschutz ganz oben steht. Ein Fracking-Erlaubnis-Gesetz macht die Bundesregierung unglaubwürdig", sagte die BUND-Klimaexpertin Ann-Kathrin Schneider.

Hinzu kämen unkalkulierbare Risiken für Boden und Gewässer. Direkt Betroffenen bzw. Anwohnern räume das Fracking-Gesetzespaket außerdem keine Mitsprachemöglichkeiten ein. Anstatt eines Fracking-Erlaubnis-Gesetzes hatten der BUND und der Deutsche Naturschutzring DNR schon seit längerem eine grundsätzliche Reform des Bergrechts inklusive des generellen Verbots von Fracking gefordert.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.bund.net/fracking

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