Sonntag, 24. Juni 2018


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Bis zu 145 Euro Zuschuss für den Theaterbesuch

Bund der Steuerzahler fordert: Subventionen auf den Prüfstand stellen

Hannover, (lifePR) - Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Kulturfinanzierung kritisiert der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen die hohe Dauer-Subventionierung der Theaterunternehmen zwischen Ems und Elbe. In der Spielzeit 2009/2010 mussten die Steuerzahler für jeden Euro, den ein Theaterbesucher bezahlte, fünf bis sechs Euro als Betriebszuschuss hinzulegen. Dies sei kein Zustand, der auf Dauer akzeptiert werden könne.

Der Bund der Steuerzahler bemängelt, dass alle öffentlichen Theaterunternehmen in Niedersachsen und Bremen fast unabhängig von der Besucherzahl bedenklich niedrige Kostendeckungsgrade aufweisen. Dies ginge aus den Zahlen der jährlich erscheinenden bundesweiten Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins hervor - aktuell für die Spielzeit 2009/2010. Die Kostendeckungsgrade lagen zwischen 11,9 Prozent (Stadttheater Bremerhaven) und 28,6 Prozent (Landesbühne Niedersachsen-Nord). Wesentlicher Grund für die hohen Steuerzuschüsse, sei das extreme Missverhältnis zwischen den Erlösen aus Kartenverkäufen und den Kosten des Theaterbetriebs. So lagen beim Niedersächsischen Staatstheater in Hannover die durchschnittlichen Erlöse je Besucher bei 23,35 Euro, dagegen der Betriebszuschuss je Besucher bei 132,87 Euro. Beim Oldenburgischen Staatstheater zahlte der Besucher durchschnittlich 18,97 Euro und der Steuerzahler noch einmal 128,36 Euro je Karte. Das Theater Bremen konnte je Besucher Erlöse von 26,55 Euro verzeichnen, für die jedoch auch Betriebszuschüsse von 144,30 Euro anfielen.

Die Höhe der öffentlichen Finanzierung sei beträchtlich. In Niedersachsen wurden für neun Theaterunternehmen insgesamt 146,6 Millionen Euro ausgegeben und in Bremen/Bremerhaven für zwei Theaterunternehmen ca. 36,9 Millionen Euro. Aus Sicht der Steuerzahler-Organisation muss prinzipiell hinterfragt werden, ob die Öffentlichkeit weiterhin den Theaterbetrieb derart massiv subventionieren sollte. Das sei auch in Hinblick auf die spätestens ab 2020 geltende Schuldenbremse geboten. Um den Zuschussbedarf der Theaterunternehmen zu verringern, sei es erforderlich, deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern. So kämen z.B. eine angemessene Erhöhung der Eintrittspreise und eine sinnvolle Verringerung der Anzahl der Spielstätten in Frage. Das Motto könne nicht generell lauten: "The show must go on".

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