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Pressemitteilung BoxID: 725565 (Bund der Deutschen Landjugend (BDL))
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Landjugend im digitalen Wandel

20 Jahre Bundesbildungswoche, 20 Jahre BDL-Netzwerktreffen

(lifePR) (Berlin, ) „Es ist und bleibt Teamarbeit“, legt Lukas Stede den Kern der Auseinandersetzung frei. Knapp eine Woche lang hat der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. sich in verschiedenen Formaten und Konstellationen mit strukturellen und organisatorischen, technischen und bildungspolitischen Fragen der Zusammenarbeit beschäftigt. „Digitalisierung ist dabei genauso Thema wie die stetige und immanente Veränderung der Beteiligten und des Gefüges in unserem Jugendverband. Analog und digital geht dabei immer Hand in Hand“, stellt BDL-Vize Stede klar.

Seit 1999 treffen sich jedes Jahr in der zweiten Oktoberwoche Mitarbeiter und ehrenamtlich Aktive der Landjugend aus der ganzen Republik zur Bundesbildungswoche, die bei Austausch, Vernetzung und Organisationsentwicklung, bei Fortbildung und Verbandswerkstatt gerade ihr 20. Jubiläum begangen hat. „In ihrer Ausrichtung ist sie ein Garant für den beständigen Wandel unseres Jugendverbandes“, sagt der stellv. BDL-Bundesvorsitzende. Denn ihre große Stärke liegt in der gemeinsamen Arbeit von Haupt- und Ehrenamt für die Zukunft der ländlichen Räume.

Die zurückliegenden Projekte, Maßnahmen und strukturellen Veränderungen stehen dort regelmäßig auf dem Prüfstand, um für den Blick nach vorn gerüstet zu sein: „Selbstverständlich diskutiert unser Verband, wie wir digital zusammenwirken können, welche Regeln wir uns dabei selbst auferlegen, welche Kompetenzen und technischen Voraussetzungen wir dabei mitdenken müssen“, zählt Lukas Stede nur einige Diskussionspunkte der 20. Biwo auf.

Der BDL und seine Landesverbände erfinden dabei das Rad nicht komplett neu, sondern kupfern auch gern bei den Besten ab. „Um festzustellen, dass wir eben doch eine eigene Lösung entwickeln müssen. Wir ticken nun mal anders als Wirtschaftsunternehmen - die derzeitigen digitalen Vorreiter. Und wir sind auch kein Wohlfahrtsverband, bei denen einige digital ebenfalls schon ganz gut aufgestellt sind“, stellt der BDL-Vize nüchtern fest. Daher verständigten sich die Biwo-Teilnehmer am Samstag aus landjugendtypischer Perspektive auf Digitalisierung. Dabei ging es ihnen nicht nur um für den Verband interessante Tools und Ideen, sondern auch um digitale Ethik, um das Große und Ganze dahinter.

„Bei unserer Verbandswerkstatt wurde deutlich, dass wir jugendverbandliche Maßstäbe anlegen und die Entwicklung für uns gestalten müssen. Dazu gehört auch, Algorithmen zu hinterfragen, Daten zu schützen und den digitalen Wandel im demokratischen Sinne mitzugestalten“, so der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller.

Für ihn wie für die haupt- und ehrenamtlich Aktiven, die ihr Augenmerk am Samstag auf digitale Welten gelegt haben, steht fest, dass Teamarbeit bei den Menschen ansetzen muss. „Digitale Werkzeuge können uns in unserem Verband helfen, einiges abzukürzen. Sie können Kilometer überbrücken, aber der direkte Austausch miteinander ist und bleibt wichtig, um auf ein gemeinsames Verständnis aufbauen zu können“, fasst Sebastian Schaller zusammen.

Natürlich sei es mit der Digitalisierung schneller und einfacher geworden, sich untereinander zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Das trage zu einer zunehmenden Demokratisierung bei. Doch sei das kein Selbstläufer, so der BDL-Bundesvorsitzende weiter. Denn eins ist klar: Strukturelle Hürden müssen (nicht nur innerverbandlich - Breitband!) genommen und neue Kompetenzen entwickelt werden.

Damit hat der BDL längst angefangen und bei seiner Biwo-Verbandswerkstatt die Richtung abgesteckt. Denn es geht nicht nur darum, wieviel Verantwortung einem Computer übertragen werden darf, sondern um digitale Mündigkeit, um die Zukunft, die Landjugend mitgestalten muss und auch um taugliche digitale Werkzeuge für die Landjugendarbeit. Einige wurden bei der Bildungswoche gleich ausprobiert - bei der Bedienung von Drohnen zum Beispiel, dem Umgang mit Hate-Speech im Netz oder auch mit der Bereitstellung von Lerninhalten in Form von Blended Learning, das analoge und digitale Lerneinheiten miteinander verschränkt. „Denn Stehenbleiben gilt nicht, der digitale Wandel erfasst alles“, so Sebastian Schaller.

„Aber Bange machen gilt auch nicht. Es ist und bleibt wichtig, auch mal ausschalten zu können“, ergänzt BDL-Vize Lukas Stede. Er freut sich auf die nächste Landjugendaktion, bei der gemeinsam angepackt wird. Die schafft Gemeinschaft und stärkt den Zusammenhalt. „Das ist wichtig für unseren Verband“, so Stede.