BDL: "Jugend" auf den Verhandlungstisch

Bumi verabschiedet Erklärung zu den Koalitionsverhandlungen

(lifePR) ( Berlin, )
Die Bundesmitgliederversammlung des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) hat heute eine Erklärung verabschiedet. Darin fordert sie CDU/CSU und SPD auf, die Bedürfnisse, Interessen und Forderungen junger Menschen in den Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen. "Jugend nur unter der Überschrift Bildung oder Familie zu betrachten, reicht nicht aus. Jugendpolitik muss fester Bestandteil des Regierungsprogramms sein", fordert der größte Jugendverband im ländlichen Raum in seiner Erklärung.

Die Entscheidung in der Bundesmitgliederversammlung (Bumi) fiel einstimmig. In dem höchsten Entscheidungsgremium des BDL sind 18 Landesverbände vertreten, die rund 100.000 junge Menschen in den ländlichen Räumen repräsentieren, aber auch der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche LandFrauenverband (dlv).

Sie alle irritiert die Tatsache, dass Jugend in den Arbeitsgruppen der Verhandlungsparteien nicht explizit auf der Themenliste steht. "Es sieht so aus, als komme Jugend im Namen des künftigen Ministeriums nicht mehr vor", bringt die BDL-Bundesvorsitzende Magdalena Zelder dieses Unbehagen auf den Punkt.

Die Bumi, die am Wochenende in der Hauptstadt tagte, will auch weiterhin ein Bundesministerium, das "Jugend" im Namen trägt. Die Delegierten fordern in ihrer Berliner Erklärung zudem einen oder eine ausschließlich für die "Jugend" zuständige/n StaatssekretärIn.

Mit seiner Erklärung steht der Bund der Deutschen Landjugend nicht allein da. Zahlreiche Jugendverbände bemängeln das Fehlen der "Jugend" bei den Koalitionsverhandlungen.

"Schlimm genug, dass niemand unter 30 mit am Verhandlungstisch sitzt. Noch schlimmer wäre, wenn jetzt die Interessen junger Menschen unter den Tisch fallen. Denn Jugendpolitik ist Zukunftspolitik. Das darf nicht vergessen werden", so Magdalena Zelder im Applaus der BDL-Bundesmitgliederversammlung.

Weitere Nachrichten zur Verbandstagung folgen in Kürze. Der BDL hat u.a. ein Grundsatzpapier zum strukturellen und demografischen Wandel im ländlichen Raum mit dem Titel "Wir steh'n fürs Land." beschlossen.
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