Hochschule Lausitz ehrte Absolventen mit Gottlob-Schumann-Preisen

(lifePR) ( Senftenberg, )
Für ihre herausragenden Graduierungsarbeiten zeichnete die Hochschule Lausitz (FH) am Mittwoch, 23. November 2011, traditionell Absolventen mit Gottlob-Schumann-Preisen aus.

Die Preisverleihung durch den Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Dr. Ralph Schacht, war ein Höhepunkt der Festveranstaltung anlässlich der 11. Wissenschaftstage der Hochschule Lausitz in der Neuen Bühne Senftenberg.

Mit dem Preis zu Ehren des Generaldirektors der Ilse Bergbau AG, Kommerzienrat Dr. Gottlob Schumann (1860-1929), erinnert die Hochschule an eine Persönlichkeit, die mit ihrem Wirken zum Begründer des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Lausitz wurde. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Die Auswahl der Preisträger aus einer großen Zahl von Nominierungen erfolgte mit Unterstützung der F&E-Kommission der Hochschule, in der alle vier Fakultäten vertreten sind.

Mit dem Gottlob-Schumann-Preis in der Kategorie Natur- und Ingenieurwissenschaften wurde Master of Engineering Torsten Nowak (28) aus der Fakultät 1 (Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik) für seine Master Thesis "Experimentelle und numerische Untersuchung inklusive Materialcharakterisierung zur Lebensdauerabschätzung von elektrischen Durchkontaktierungen in Leiterplatten" geehrt. Erstgutachter war Prof. Dr. Ralph Schacht, Zweitgutachter Prof. Dr. Konrad Wälder. Torsten Nowak studierte im Studiengang Kommunikations- und Elektrotechnik an der Hochschule Lausitz in Senftenberg. Der aus dem Senftenberger Ortsteil Großkoschen stammende Preisträger ist seit September 2011 im Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration in Berlin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Seine Arbeit präsentierte er bereits im September dieses Jahres in Paris auf der internationalen Konferenz ,Thermal investigations of ICs and Systems'.

"Die vorgelegte Arbeit schließt sich an eine Reihe vorangegangener Forschungsprojekte an, in denen die Zuverlässigkeit von Durchkontaktierungen untersucht wurde. Allerdings wurde in keiner Arbeit auf den Zusammenhang zwischen einer materialbasierenden Simulation und den experimentell ermittelten Ergebnissen hinreichend aufgegriffen. Zudem wurde erstmalig das visko-elastische Verhalten des reinen bereits prozessierten Epoxy-Basismaterials charakterisiert", hieß es in der Laudatio.

Den Gottlob-Schumann-Preis 2011 in der Kategorie Betriebs- und Sozialwissenschaften, Architektur und Musikpädagogik erhielt die Diplomsozialarbeiterin/-pädagogin Nadine Hampel (22) aus der Fakultät 3 (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik) für ihre Diplomarbeit mit dem Titel "Menschen mit Legasthenie an Hochschulen". Ihre Erstgutachterin war Prof. Dr. Annemarie Jost, Zweitgutachterin Prof. Dr. Marina Ney. Nadine Hampel studierte im Studiengang Sozialarbeit/ Sozialpädagogik an der Hochschule Lausitz in Cottbus. Die aus dem sächsischen Wiesa im Landkreis Görlitz stammende Preisträgerin arbeitet heute im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Spanien.

Professor Schacht sagte in seiner Laudatio: "Die Stärke der Arbeit liegt darin, ein eher tabuisiertes Thema in der Hochschule anzugehen, sich fachlich sehr fundiert mit den wissenschaftlichen Grundlagen auseinanderzusetzen und hierzu systematisch an beiden Hochschulstandorten Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Studierende zu gewinnen - wenn auch in überschaubarer Anzahl - die sich zu ihrer Legasthenie bekennen. Zugleich wurden überregional Netzwerke geknüpft."

Während der Gottlob-Schumann-Preisträger Torsten Nowak seinen Preis persönlich entgegennahm und die Inhalte seiner Arbeit im Rahmen eine Präsentation erläuterte, war dies Nadine Hampel aufgrund Ihrer Tätigkeit in Spanien nicht möglich. Stellvertretend betrat deren Mutter, Kathrin Hampel die Bühne und sagte: "Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, hier sein zu können und den Preis entgegenzunehmen." Erläuterungen zum Inhalt der Arbeit gab Prof. Dr. Annmarie Jost. Die Vizepräsidenten für Lehre, Studium und Internationales verwies unter anderem darauf, dass die Arbeit von Nadine Hampel bereits im Shaker Verlag in Buchform erschienen ist. Auch dankte sie Prof. Dr. Torsten Kies für sein Engagement zum Thema Legasthenie und für die Unterstützung der Preisträgerin.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.