Transparenz | Schwerpunktthema - Des Equal Pay Day 2015

Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?

(lifePR) ( Berlin, )
Der nächste Equal Pay Day am 20. März 2015 wird unter dem Motto "Transparenz" stehen. Das gab jetzt die Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day, die von den Business and Professional Women (BPW) Germany getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird, bekannt.

In Deutschland weiß kaum jemand, was die Kollegen verdienen - offen über Gehälter zu sprechen, ist bis heute nicht üblich. "Wir wissen, dass wir damit ein großes und komplexes Tabu-Thema aufbrechen", erklärt Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany, "aber nur so kann ein öffentliches Bewusstsein für die eigenen Rechte geschaffen werden. Höchste Priorität hat die Gehaltstrans­parenz vor allem für Frauen, denn sie ist ein wichtiger Faktor, um die immer noch aktuelle Lohnlücke von 22 Prozent zwischen den Geschlechtern zu schließen."

Transparenz ist Voraussetzung für Einkommensgerechtigkeit

Für die Bundesregierung ist die Umsetzung konkreter Maßnahmen für mehr Gleichstellung von Frauen und Männern ein zentrales Anliegen. Deswegen will sie mit gesetzlichen Regelungen dem Prinzip "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" mehr Geltung verschaffen. "Nur wenn Frauen und Männer gleichermaßen die existierenden Lohnunterschiede innerhalb ihres Betriebs oder ihrer Branche kennen, können sie auch wissen, welche Möglichkeiten sie haben, eine angemessene und gerechte Entlohnung zu erhalten. Gehaltstransparenz ist Augenhöhe", so von Platen. Ziel des Forum Equal Pay Day ist es, eine breite, gesamtgesellschaftliche Debatte über das Thema anzustoßen, diejenigen zu sensibilisieren, die es betrifft, und die Beteiligten im Prozess der Lohngestaltung zu unterstützen. Unter Vermeidung von Rollenstereotypen soll "Transparenz" zielgruppenspezifisch (z.B. durch Ansprache der Männer) und jenseits von Expertenkreisen diskutiert werden.

Bundesministerin Manuela Schwesig wird die Equal Pay Day Kampagne 2015 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Ministerium zum Thema Gehaltstrans­parenz am Mittwoch, 5. November 2014 einläuten. Für diese und die weiteren Foren am 10. November in Düsseldorf sowie am 3. Dezember in Frankfurt am Main erhalten Sie gesonderte Einladungen.

Für die neue Förderperiode des Forum Equal Pay Day hat Bundesministerin Manuela Schwesig einen Beirat einberufen. Unter Vorsitz der Parlamentarischen Staatssekretärin Elke Ferner wird dieser das Ministerium künftig bei der Formulie­rung und Ausgestaltung der jährlich wechselnden Themenschwerpunkte zum Equal Pay Day unterstützen.

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgelt­unterschied, der aktuell in Deutschland 22 Prozent beträgt (Zahlen des Statistischen Bundesamts). Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage, die Frauen im Jahr mehr als Männer arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen: 22 Prozent von 365 Tagen = 79 Tage. Der nächste Equal Pay Day findet am 20. März 2015 statt.

Der Equal Pay Day wurde 2008 allein auf Initiative des BPW Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Business and Professional Women (BPW) Germany ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland. Der BPW Germany ist Teil des BPW International, der in rund 100 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 euro­päischen Ländern statt.

Entstanden ist der "Tag für gleiche Bezahlung" in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der "Red Purse Campaign" ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit längst zum Symbol des Equal Pay Day wurden.
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