Einzigartige Kooperation: Börse Stuttgart und Kultusministerium stellen erstmalig Lernmaterialien über Finanzwissen für Schüler vor

Börse Stuttgart fordert die bundesweite Einführung des Themenkomplexes Finanzwissens in die Bildungspläne für weiterführende Schulen / Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer will die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in Baden-Württemberg weit

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Börse Stuttgart hat in enger zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie zahlreichen Seminarleitern und Lehrern Lernmaterialien zum Thema Finanzwissen für Schülerinnen und Schüler von Realschulen und Gymnasien erstellt. Dies sind die ersten Ergebnisse der Kooperation, die die Börse Stuttgart und das Kultusministerium jetzt vorstellten. Die Partner sind davon überzeugt, dass die Vermittlung dieser Kenntnisse gerade angesichts der aktuellen Staatsschulden-Krise bei den Jugendlichen auf großes Interesse stoßen wird.

Die Lernmaterialien, die auf den Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg ausgerichtet sind, bestehen aus Fallstudien, Lernmodulen und Lernspielen zur Wissenssicherung. Alle Materialien sind didaktisch für die jeweilige Schulart und Altersstufe aufbereitet. Abgerundet wird die Materialsammlung durch ein Begleitheft für Lehrer mit methodisch-didaktischen Kommentaren und Lösungshinweisen zu den Aufgaben der Fallstudie. Es ist geplant, dass alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg das Material sukzessive anwenden. Die Lehrerinnen und Lehrer sind für die Verwendung des Lernmaterials bereits fortgebildet worden.

Ziel ist es, den Schülern Grundlagenwissen über die Funktion einer Börse sowie von Finanzinstrumenten zu vermitteln und ihnen Berührungsängste vor einem Thema zu nehmen, das auf den ersten Blick komplex und schwierig wirkt. "Gerade in der aktuellen Situation, in der die Medienberichterstattung von Finanzthemen dominiert wird, kommt dem Finanzwissen eine große Bedeutung zu. Wir als öffentlich-rechtlicher Börsenplatz sehen es als gesellschaftspolitische Aufgabe an, Schülern den Zugang zu diesem Themenkomplex zu ermöglichen", sagte Dr. Christoph Boschan, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse.

Die Börse Stuttgart hat mit Hilfe von Umfragen festgestellt, dass Anlegerbildung für die Bevölkerung eine große Bedeutung hat. Gleichzeitig stellte aber die Mehrzahl der Befragten selbstkritisch fest, dass sie große Wissenslücken bei dem Themenkomplex hätten und sich unsicher fühlten. "Mit Bildungsangeboten zum Thema Finanzen kann man deshalb gar nicht früh genug beginnen", sagte Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH. Daher fordert die Börse Stuttgart, dass die Vermittlung von Finanzwissen fest in den Bildungsplan an allen weiterbildenden Schulen aufgenommen wird - nicht nur in Baden-Württemberg, sondern bundesweit. "Nur so ist gewährleistet, dass alle Schüler - unabhängig von ihrem Wohnort - die gleichen Wissensvoraussetzungen haben. Die Verankerung im offiziellen Bildungsplan unterstreicht die Bedeutung des Themenkomplexes und ist aus unserer Sicht unerlässlich", so Lammersdorf.

Die Börse Stuttgart plant, schulischen Einrichtungen bundesweit ihre Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen. "Wir haben uns im ersten Schritt auf die Verteilung in Baden-Württemberg konzentriert, dies kann aber nur der Anfang sein. Wir hoffen auf die weitere Unterstützung des Kultusministeriums, beispielsweise über die Kultusministerkonferenz, um eine möglichst flächendeckende Verbreitung zu erreichen", führte Lammersdorf weiter aus.

Kultusministerium will wirtschaftlichen Sachverstand der Jugendlichen im Land verbessern

Die Kultusministerin sagte zu, bei der Verbreitung der Materialien in den anderen Bundesländern etwa über die Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft Baden-Württemberg zu helfen. Sie ist darüber erfreut, dass die enge Zusammenarbeit des Ministeriums mit der Stuttgarter Börse zu so guten Ergebnissen wie bei diesen Lernmaterialien führe: "Die Börse trägt mit dieser Kooperation dauerhaft dazu bei, den wirtschaftlichen Sachverstand der Jugendlichen in ansprechender Form zu verbessern und sie damit letztlich auch vor hohen Verschuldungen etwa durch eine starke Handy-Nutzung zu bewahren."

Diese Kooperation sei ein Beispiel dafür, wie gemeinsame Projekte mit der Wirtschaft mithelfen würden, den Schülerinnen und Schülern zum einen das Rüstzeug für einen mündigen Wirtschaftsbürger an die Hand zu geben und ihnen einen bewussten Umgang mit knappen Mitteln in alltäglichen Situation zu vermitteln. Zum anderen werde so die Berufs- und Studienorientierung vorangebracht. Das Ministerium setzt deshalb auch darauf, die direkte Kooperation zwischen Schulen und der Wirtschaft zu fördern. Mittlerweile arbeiteten rund 3500 Unternehmen im Land mit Schulen zusammen. "Es ist gut, dass das Kultusministerium und die Unternehmen das Themenfeld Wirtschaft an den Schulen gemeinsam voranbringen, damit die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in wichtigen Lebensfragen verbessert wird."

Bereits jetzt erwerben alle Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen Kenntnisse innerhalb der Themenbereiche Ökonomische Bildung, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit. Zukünftig sollen die Ökonomische Bildung und die finanzielle Allgemeinbildung durch die Weiterentwicklung der Bildungspläne weiter gestärkt werden.

An der Vorstellung der Lernmaterialien in der Börse Stuttgart nahmen neben der Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer auch Schüler eines Wirtschaftskurses der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule gemeinsam mit ihrem Lehrer teil. Sie berichteten über ihre ersten Erfahrungen mit dem Unterrichtsmaterial.
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