Freitag, 24. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 681970

Biotest erwirtschaftet Umsatzerlöse in Höhe von 377,8 Mio. € in den ersten neun Monaten 2017

Erfolgreiche behördliche Inspektion und Freigabe von Biotest Next Level im August / Paul-Ehrlich Institut genehmigt Durchführung der Phase III Studie in der Indikation erworbener Fibrinogenmangel

Dreieich, (lifePR) -  In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 erwirtschaftete die Biotest Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 377,8 Mio. € nach 413,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang um 8,7%. Die Umsatzentwicklung wurde maßgeblich durch den Rückruf von Humanalbumin und die temporäre Unterbrechung der Humanalbuminproduktion belastet, worüber Biotest bereits im Halbjahresbericht und in der Mitteilung zum ersten Quartal 2017 berichtet hat. Der Umsatzrückgang kann in Höhe von 21,0 Mio. € auf Umsatzminderungen aus dem erfolgten Rückruf verschiedener Chargen des Produktes Humanalbumin und daraus resultierende Vertragsstrafen zurückgeführt werden.

In der Region „Übriges Europa“ (Europa ohne Deutschland) konnte Biotest in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum um 6,9% auf 124,0 Mio. € verzeichnen. Hauptursache für diese positive Entwicklung war die Zunahme von Plasmaverkäufen um 6,8 Mio. € (32,6%). In den anderen Regionen ergaben sich insbesondere aufgrund der Rückrufaktion und der nicht ausreichenden Produktverfügbarkeit von Humanalbumin sowie der Verschiebung von Tenderaufträgen Umsatzrückgänge.

Das EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche belief sich für die ersten drei Quartale 2017 auf insgesamt -15,7 Mio. € nach 47,5 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Kernsegment Therapie wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 ein EBIT in Höhe von -26,7 Mio. € erzielt (Vorjahr: 22,9 Mio. €). Wesentliche Ursachen für diese Entwicklung waren Umsatzminderungen in Höhe von 21,0 Mio. € aus der erwarteten Rücknahme von bereits ausgeliefertem Humanalbumin und Vertragsstrafen, einmalige Aufwendungen aus Abschreibungen in Höhe von 8,0 Mio. € auf Bestände des Produktes Humanalbumin, die aufgrund technischer Probleme bei der Herstellung nicht mehr verkauft werden können. Neben den Sondereffekten aus der Rückrufaktion bei Humanalbumin haben sich die eingeschränkte Verfügbarkeit von Humanalbumin sowie die Verschiebung von Tenderlieferungen negativ auf das Ergebnis im Segment Therapie ausgewirkt. Ursächlich für die negative Entwicklung des EBIT im Segment Plasma & Services waren im Wesentlichen Umsatzminderungen und Aufwendungen für Ersatzleistungen im Zusammenhang mit dem Rückruf von Humanalbumin sowie Leerstandskosten im Zusammenhang mit dem Aufbau neuer Plasmasammelstationen in den USA. Das EBIT im Segment Andere Segmente wird im Geschäftsjahr 2017 durch Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Biotest AG durch die Creat Group in Höhe von 7 Mio.  € dominiert.

Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von -22,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 13,3 Mio. €) wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 im Wesentlichen durch Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Rückruf des Produkts Humanalbumin beeinflusst.

Im Bereich Forschung und Entwicklung sind erfreuliche Fortschritte in den Studien mit IgG Next Generation erzielt worden. In den zwei Zulassungsstudien läuft weiterhin die Patientenrekrutierung. In der klinischen Phase-III-Studie (Nr. 991) werden Patienten mit primären Immundefizienzen (PID) in Europa und den USA behandelt. In die Studie Nr. 992 (ebenfalls klinische Phase III), die in mehreren europäischen Ländern durchgeführt wird, werden Patienten zur Behandlung der Immunthrombozytopenie (ITP) aufgenommen.
Für Fibrinogen stimmte die EMA der positiven Empfehlung des Paediatric Committee (PDCO) bezüglich des pädiatrischen Entwicklungsplans für Fibrinogen in der Indikation kongenitaler Fibrinogenmangel zu. Derzeit wird die Phase I/III ergänzt, um Kinder unter sechs Jahren einzuschließen. In der Indikation erworbener Fibrinogenmangel wurden die erforderlichen Unterlagen zur Genehmigung der Phase-III-Studie (Nr. 995; ADFIRST) beim Paul-Ehrlich- Institut (PEI) und bei den Behörden und Ethikkommissionen weiterer europäischer Länder eingereicht. Das PEI hat die Durchführung der Phase-III-Studie genehmigt.

Der Neunmonatsbericht ist auf der Internetseite des Unternehmens
https://www.biotest.com/de/de/investor_relations/news_und_publikationen_/publikationen/quartalsberichte.cfm steht zum Download auf der Biotest Internetseite bereit. Im Anschluss an die Konferenz wird eine Audio-aufzeichnung der Analystenkonferenz auf der Biotest Internetseite zur Verfügung gestellt.

Die angegebenen Beträge beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt, ausschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

Disclaimer
Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Biotest beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.

Biotest AG

Biotest ist ein Anbieter von Plasmaproteinen und biotherapeutischen Arzneimitteln. Mit einer Wertschöpfungskette, die von der vorklinischen und klinischen Entwicklung bis zur weltweiten Vermarktung reicht, hat sich Biotest vorrangig auf die Anwendungsgebiete Klinische Immunologie, Hämatologie und Intensiv- und Notfallmedizin spezialisiert. Biotest entwickelt und vermarktet Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumine, die auf Basis menschlichen Blutplasmas produziert werden und bei Erkrankungen des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz kommen. Darüber hinaus entwickelt Biotest monoklonale Antikörper, unter anderem in den Indikationen Blutkrebs und Systemischer Lupus Erythematodes (SLE), die biotechnologisch hergestellt werden. Biotest beschäftigt weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiter. Die Vorzugsaktien der Biotest AG sind im SDAX der Deutschen Börse gelistet.

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