Sonntag, 22. Juli 2018


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Erste Ergebnisse der Wolf-Bürgerwissenschaftler-Expedition in Deutschland

Höchberg, (lifePR) - Erste Ergebnisse der neuen Wolf-Bürgerwissenschaftler-Expedition von Biosphere Expeditions in Niedersachsen liegen jetzt vor. Wie das Wolfsbüro im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mitteilte, wurden Funde, die während der Geländebegehungen der Bürgerwissenschaftler gesammelt wurden, im Labor analysiert.

Dabei konnten insgesamt sechs Individuen per DNA nachgewiesen werden, vier davon zum ersten Mal überhaupt. Spannend wird es nun, da mit den gewonnenen Daten Rudelzugehörigkeiten und eventuell auch neue Territorien bestimmt werden können. Mehr Informationen dazu unter www.der-wolf-in-niedersachsen.de.

Ferner wurden insgesamt 72 tiefgefrorene Losungsproben für weitere Analysen im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit zur Zusammensetzung der Nahrung von Wölfen in Niedersachsen an ein Labor übergeben.

Wolfsberater Peter Schütte und Mitbegründer der Expedition nennt die Ergebnisse „hervorragend“ und ist „sehr positiv überrascht, wieviele Daten die Bürgerwissenschaflter zusammentragen konnten“. Dr. Matthias Hammer, Naturschützer, Biologe und Gründer von Biosphere Expeditions sagt „das ist genau, das was wir erreichen wollten. Menschen einbinden und sensibilisieren und wissenschaftlich belastbare Daten gewinnen, auf deren Basis rationale, nicht emotionale, Entscheidungen im Wolfsschutz in Deutschland getroffen werden können“. 

Im Expeditionsgebiet gab es in den vergangenen Monaten und Wochen immer wieder Sichtungen und Fotoaufnahmen:

Vom 17. Juni bis 21. Juli 2017 sammelten insgesamt 49 Expeditionsteilnehmer in vier einwöchigen Gruppen aktiv Wolfshinweise für das offizielle Wolfsmonitoring des Landes Niedersachsen. Der Großteil der Teilnehmer kam aus Deutschland, seinen Nachbarländern und Großbritannien. Weitere Teilnehmer kamen aus Nordamerika, Australien und Singapur.

Nach intensiver zweitägiger Schulung gingen die Bürgerwissenschaftler in Kleingruppen von 2-4 Personen ins Feld, um aktiv nach Wolfshinweisen zu suchen. Insgesamt legten die Gruppen über 1.100 km zu Fuß und per Fahrrad auf öffentlich zugänglichen Forst-, Wald- und Landwirtschaftswegen zurück, auf denen sich auch die Wölfe bevorzugt bewegen, um diese Wege nach Fährten und Losungen von Wölfen abzusuchen. Sämtliche Funde wurden nach den streng wissenschaftlichen Monitoringvorgaben dokumentiert. Die gesammelten Daten wurden für weitere Untersuchungen an das Wolfsbüro übergeben und werden nach den Laboranalysen anschließend vom offiziellen Wolfsmonitoring des Landes Niedersachsen klassifiziert. Ein Expeditionsbericht, avisiert für Frühjahr 2018, wird abschließend alle Ergebnisse zusammenfassen. Die nächste Expedition findet im Juni/Juli 2018 statt.

Siehe auch:
Offener Brief zum Thema Wölfe an Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen und Mitglied des Landtags (CDU)

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