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Pressemitteilung BoxID: 551841 (Biographiezentrum / Förderverein für biographische Arbeit e.V)
  • Biographiezentrum / Förderverein für biographische Arbeit e.V
  • Jahnstrasse 41
  • 86916 Kaufering
  • http://www.biographiezentrum.de
  • Ansprechpartner
  • Andreas Mäckler
  • +49 (8191) 3319-725

Der deutsche Biographiepreis 2015 geht an Jörn Jacob Rohwer und Grit Kramert

(lifePR) (Kaufering, ) Das Biographiezentrum – die Vereinigung deutschsprachiger Biographen – verleiht am 25. September 2015 die diesjährigen Deutschen Biographiepreise. In der Kategorie Verlagspublikationen erhält Jörn Jacob Rohwer die begehrte Auszeichnung für sein Buch „Die Seismografie des Fragens – Biografische Gespräche“. Grit Kramert bekommt den Preis in der Kategorie Privateditionen für die Biographie einer Unternehmerfamilie zu Zeiten der DDR.

Paloma Picasso, Yoko Ono, Leni Riefenstahl, Arthur Miller, Maximilian Schell und David Hockney – das sind nur einige der 48 Berühmten aus Kultur und Kunst, die Jörn Jacob Rohwer für sein Buch „Die Seismografie des Fragens – Biografische Gespräche“ interviewt hat. Rohwer setzte Maßstäbe in der Vorbereitung, biographischen Kommunikation und redaktionellen Nachbearbeitung bis hin zur literarischen Formgebung. Daher zeichnet das Biographiezentrum – die Vereinigung deutschsprachiger Biographen – den Publizisten nun im Rahmen der 8. Nordwalder Biographietage mit dem Deutschen Biographiepreis 2015 in der Kategorie Verlagspublikationen aus.

Literarisches Kunstwerk

„Jörn Jacob Rohwer gelingt es, seine Gespräche ebenso unterhaltsam-spannend wie substanzreich zu gestalten und zu literarisch-biographischen Kunstwerken zu formen, die ihre eigene Wahrheit haben: Re- und Neukonstruktionen von Erinnerungen und Reflexionen auf brillantem Niveau dramaturgisch gestaltet“, begründet Dr. Andreas Mäckler die Entscheidung der Jury. Dass Jörn Jacob Rohwer ein Meister der Kunst ist, Gespräche subtil zu lenken und selten Fragen harmlos zu stellen, gleich wen er als Gegenüber hat, verdeutlicht etwa sein Gespräch mit Rosamunde Pilcher, das er so begann: „Mrs. Pilcher, Sie haben immer einen Whisky neben sich, wenn Sie schreiben, nicht wahr? Pilchers Antwort: „Na, hören Sie, so können Sie das aber nicht formulieren – das klingt ja, als hinge ich von früh bis spät an der Flasche!“ Jörn Jacob Rohwers sorgfältig ausgearbeiteter Fragenkatalog kann laut Mäckler schon mal zum „Bestiarium“ werden, wie Jörn Jacob Rohwer – wohl mit einem Augenzwinkern – freimütig gesteht.

Kostbares Unikat

Auch Grit Kramert erhält die Auszeichnung in der Kategorie Privateditionen für die Biographie „Sein und Zeit gehören zusammen – Geschichte einer Unternehmerfamilie in der DDR“. Karla Hofmann ließ die Geschichte ihrer Familie – in akribischer Kleinarbeit aus Zeitungsartikeln, Fotos, Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, eigenen Texten und Gesprächen zusammengetragen – von Grit Kramert als Buch edieren. „Grit Kramert beweist damit, dass sie eine Lebensgeschichte nicht nur wie ein Kunstwerk behandelt, sondern daraus auch ein kostbares Unikat machen kann“, so der Juryvorsitzende Dr. Andreas Mäckler.

Biographiezentrum / Förderverein für biographische Arbeit e.V

Das Biographiezentrum, 2004 als Vereinigung deutschsprachiger Biographinnen und Biographen gegründet, vergibt den Deutschen Biographiepreis seit 2008. Damit soll deutlich gemacht werden, dass die biographische Erinnerungsarbeit ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte darstellt. Neben Alexandra Senfft, Rosa von Praunheim, Louis van Gaal, Peter Behrens / Klaus Marschall, Dr. Inka Postrach wurden bereits etwa auch Willi Blöß, Elke Meyer, Prof. Dr. Lutz von Werder und Andrea Richter ausgezeichnet.