Donnerstag, 23. November 2017


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A1-Gutachten: Straßenschäden durch fehlerhaftes Material

Bilfinger Berger und Johann Bunte haben laut Technischer Universität Darmstadt fehlerfrei gearbeitet / Zugeliefertes Bitumen und Splitt entsprachen nicht den Qualitätskriterien

Mannheim, (lifePR) - Die auf einem acht Kilometer langen Teilstück aufgetretenen Schäden beim privat finanzierten und betriebenen Ausbau (Public Private Partnership - PPP) der A1 zwischen Hamburg und Bremen sind auf fehlerhaftes Material zurückzuführen. Das hat das nun vorliegende Gutachten der beauftragten Technischen Universität Darmstadt ergeben. "Das Gutachten bestätigt uns eine fehlerfreie Verarbeitung", teilten die beteiligten Baufirmen Bilfinger Berger und Bunte heute mit. Das gelieferte Bitumen in Verbindung mit den gelieferten Splitten hätte nicht den vertraglich geforderten Qualitätskriterien entsprochen. Eine festgestellte mangelnde Verdichtung beim Einbau in Teilbereichen der schadhaften Deckschicht sei auf die Übergabe von fehlerhaften Laborprüfergebnissen durch den Materiallieferanten zurückzuführen. Aufgrund dieser fehlerhaften Laborprüfergebnisse konnte die Verdichtungsleistung nicht richtig eingestellt werden. Nach Aussage des Gutachters hätte das gelieferte Mischgut unabhängig von der exakten Verdichtungsleistung auf jeden Fall versagt. Der Schaden wird auf 1,5 Millionen bis 2,5 Millionen Euro geschätzt. Weder für die Projektgesellschaft noch für die öffentliche Hand entstehen Kosten.

Aufgrund der Materialfehler ist es laut der Schadensanalyse der Versuchsanstalt für Straßenwesen der TU Darmstadt bereits kurz nach der Aufbringung des offenporigen Asphalts zwischen dem Buchholzer Dreieck und Bremer Kreuz zu Kornablösungen in der vier Zentimeter dicken Deckschicht gekommen. Diese hätten sich im Januar zu Schlaglöchern ausgeweitet, so dass eine Teilstrecke kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden musste. Der darunter liegende, 70 Zentimeter starke Unterbau sei nicht betroffen. Trotz der eigenen fehlerfreien Arbeit bedauerten die Baufirmen die Vorkommnisse, die für alle Beteiligten sehr ärgerlich seien. Gemessen am Gesamtvolumen des derzeit größten PPP - Projekts in Deutschland von rund 650 Millionen Euro und der 30-jährigen Laufzeit stelle der Schaden aber keine nennenswerte Dimension dar.

Gleichzeitig betonten Bilfinger Berger und Johann Bunte, dass seit dem Baubeginn im November 2008 bereits große Abschnitte der insgesamt 72,5 Kilometer zu erstellenden Autobahnabschnitte zwischen Hamburg und Bremen fertiggestellt worden seien. Diese sind in erstklassiger Qualität erbracht worden. Der von den Mängeln betroffene Abschnitt sei in Teilen zudem bereits abgefräst worden und stehe dem Verkehr wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Der komplette Austausch der von Materialfehlern betroffenen Asphaltdeckschicht werde im Spätsommer vorgenommen. Die Arbeiten würden nur wenige Tage in Anspruch nehmen.

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