Auftaktveranstaltung zum Regionalen Netzwerk IQ für Thüringen

(lifePR) ( Erfurt, )
Heute fand im Rahmen des bundesweit eingerichteten Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)", die Auftaktveranstaltung in Thüringen statt. Das Programm operiert in 16 Regionalen Netzwerken mit unterschiedlichen Projekten und innovativen Ansätzen und will Migranten und Migrantinnen den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Einzelne Teilprojekte des Regionalen Netzwerkes Thüringen stellten sich im Rahmen der Auftaktveranstaltung vor.

Nach der Eröffnung durch Steffen Jacobi vom Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e. V., der im Regionalen Netzwerk IQ für Thüringen die Koordination übernommen hat, folgte ein Grußwort von Petra Heß, der Ausländerbeauftragten der Thüringer Landesregierung. Sie verwies in ihren Ausführungen auf das bestehende Problem, dass es zwar Regelangebote für Menschen mit Migrationshintergrund zur Arbeitsaufnahme gibt, jedoch gleichzeitig auch noch genügend Zugangsbarrieren bestehen. Um diese zu überwinden gilt es daher auch insbesondere die Unternehmen als Partner für die Zielgruppe zu gewinnen.

Es folgte eine kurze Einführung ins Netzwerk IQ durch Jürgen Schröder als Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Neben einem Exkurs zur Entstehung und den Zielstellungen des Netzwerks IQ, referierte er über die seit 2005 gewachsenen Strukturen des Programmes die von der Bundesebene aus in den vergangenen Jahren immer diffiziler in der regionalen Ebene verankert wurden.

Als erster Teilprojektträger des Regionalen Netzwerkes Thüringen berichtete im Anschluss Antje Schmerbauch vom IWT (Institut der Wirtschaft Thüringens) aus Erfurt über die Identifikation und Optimierung von Prozessketten erfolgreicher Integration in Thüringen. Neben der Vorstellung der Situationsbestimmung zur Migration und beruflichen Integration in Thüringen ging es primär um die Vorstellung der einzelnen Phasen der sogenannten Prozesskette zur beruflichen Integration. Veranschaulicht wurde dies durch ein konkretes Beispiel einer ratsuchenden Migrantin.

Nach einer kurzen Pause begann der zweite Teil der Veranstaltung mit einem Beitrag eines weiteren Teilprojektpartners im Regionalen Netzwerk. Annett Roswora vom Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement Thüringen gGmbH stellte das bestehende Beratungsangebot zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen in Mittelthüringen vor. Lebhaft illustriert wurden ihre Ausführungen durch ein Live-Interview, das Anne Störger (ebenfalls von der IBS gGmbH) mit Eman Maslouh aus Ägypten zu ihrem persönlichen Weg zur Anerkennung ihrer Berufsausbildung als Physiotherapeutin führte. Die Schilderung ihrer 2 1/2 Jahre dauernden Odyssee durch die deutsche Bürokratie veranschaulichte die vorhandene Problematik und zeigte gleichzeitig mögliche Anknüpfungspunkte für eine zukünftige Optimierung der Prozesse.

Abschließend folgte Dr. Marion Dathe, Geschäftsführerin von interculture.de e. V. aus Jena, mit einem Referat zur Bedeutung von Kommunikationsprozessen im interkulturellen Kontext. Besonders angesprochen waren hier die Vertreter der Jobcenter und Agenturen für Arbeit in Bezug auf das Angebot von Interkulturellen Weiterbildungen für eine beiderseitige vorteilhafte Handlungsoptimierung zwischen Institutionen und Personen mit Migrationshintergrund.

Nach den verschiedenen Fachbeiträgen wurde in ein Open Space mit insgesamt sieben thematischen Tischen zu den einzelnen Angeboten und Handlungsfeldern der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund übergeleitet. Die geladenen Gäste kam hier ins Gespräch mit den unterschiedlichen Fachvertretern z. B. zum Thema Anerkennung von ausländischen Qualifikationen, Existenzgründung von Migranten und auch den Inhalten der Arbeit von den einzelnen Teilprojekten des Regionalen Netzwerkes, die im Laufe der Veranstaltung vorgestellt wurden.

Die Veranstaltung war mit über 70 geladenen Gästen sehr gut besucht und zeigt gleichzeitig die Aktualität und das große Interesse an der Integration in Arbeit von Migranten und Migrantinnen in Thüringen. Neben Vertretern der Kammern, Jobcenter und Agenturen für Arbeit aus ganz Thüringen kamen auch Repräsentanten des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Thüringer Innenministerium.

Als musikalische Begleitung in den Pausen spielte das "Klassik Duo" aus Weimar, ebenfalls zwei Migranten, die durch den Weg in die Selbständigkeit ihre Möglichkeit zur Integration in den Arbeitsmarkt gefunden haben.

www.netzwerk-iq.de
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