Samstag, 16. Dezember 2017


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Stolpersteine - gegen das Vergessen

Gedenkfeier der Stolperstein-Initiative in der Pfalzbibliothek Kaiserslautern

Kaiserslautern, (lifePR) - Am Donnerstag, 9. November, verlegt der Künstler Gunter Demnig zwölf Stolpersteine an sieben Stellen für ehemalige Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaiserslautern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Die Stolperstein-Initiative lädt aus diesem Anlass um 17 Uhr in die Pfalzbibliothek Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, zu einer Gedenkveranstaltung ein. Die Geschichten und Biografien der zwölf Opfer werden unter anderem von Roland Paul, Arbeitsstelle zur „Geschichte der Juden in der Pfalz“, erstmals vorgestellt.

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist, heißt es im Talmud. Fast 220 gebürtige beziehungsweise länger in der Stadt wohnhaft gewesene Juden wurden Opfer der NS-Verfolgungen. Ihnen zu Gedenken und den Opfern eine Identität zugeben, dafür werden Stolpersteine in den Straßen von Kaiserslautern verlegt. Da ist zum einen Rosalie Fröhlich, die mit 75 Jahren in das südwestfranzösische Internierungslager Gurs deportiert wurde und dank ihres starken Überlebenswillens noch von dort zurückkehrte – oder die beiden Widerstandskämpfer der KPD, die zehn beziehungsweise elf Jahre der Naziherrschaft in Lagern verbrachten und gesundheitlich ruiniert doch noch überlebten – aber auch vier „Unangepasste“, die Leidenswege durch Arbeitslager, Gefängnisse und Nervenheilanstalten durchlitten und dann an angeblichem Herzversagen starben. Alle werden mit einem Stolperstein und dem Verlesen der Lebensgeschichte aus dem Vergessen geholt. Die Verlegung der Stolpersteine beginnt bereits um 10 Uhr in der Pollichstraße 5 zum Gedenken an Oskar Knecht. Weitere Programmpunkte finden sich auf der Homepage www.stolpersteine-kl.de.

Seit 2012 setzt sich die Stolperstein-Initiative Kaiserslautern dafür ein, dass in unregelmäßigen Abständen die kleinen Gedenktafeln aus Messing in die Gehwege vor den letzten Wohnhäusern der Verfolgten eingesetzt werden. Ihr Schicksal soll nicht vergessen werden. Gunter Demnig, der die Idee für diese Aktion hatte, ist stets die ausführende Hand. Inzwischen hat er in 1.055 deutschen Städten diese Messingplatten mit den biografischen Daten und den Schicksalen vieler Menschen verlegt. Auch im Ausland ist der Künstler aktiv. Unlängst ist er dafür mit zahlreichen Preisen geehrt worden, darunter der German Jewish History Award.

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