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Pressemitteilung BoxID: 687419 (Berufsverband Deutscher Internisten e.V.)
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.
  • Schöne Aussicht 5
  • 65193 Wiesbaden
  • http://www.bdi.de
  • Ansprechpartner
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Schuster bleib bei deinen Leisten -gilt auch für Psychotherapeuten

(lifePR) (Wiesbaden, ) Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) kann den Wunsch der Psychotherapeuten nach einem geordneten Studiengang im Grundsatz nachvollziehen. Die Ärzteschaft ist in der öffentlichen Diskussion jedoch vor allem deshalb irritiert, weil der Eindruck erweckt wird, psychische Erkrankungen könnten nur von Psychotherapeuten behandelt werden.

Dies ist Unsinn, gehört doch die Behandlung dieser Krankheitsbilder und die psychische Betreuung der Patienten zu den Kernaufgaben des Arztes und ist Bestandteil der Aus-, Weiter- und Fortbildung. „Die psychische Behandlung wird in Deutschland von Ärzten und Psychotherapeuten vorgenommen“, stellt BDI-Präsident Dr. Hans-Friedrich Spies fest.

Zu allem Überfluss plant der Gesetzgeber im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) den Psychotherapeuten die Verordnung von Medikamenten zu erlauben. Jeder Arzt weiß, dass die Pharmakotherapie einen hohen Kenntnisstand von Krankheit, Pathophysiologie, Pharmakokinetik und physiologischem Basiswissen erfordert. Schon jetzt ist insbesondere bei Multimorbidität die Pharmakotherapie eine der komplexesten Aufgaben der ärztlichen Tätigkeit.

„Die Psychotherapeuten werden auch nach einer Neuordnung ihres Studienganges nicht in der Lage sein, diese Aufgabe sachgerecht wahrzunehmen. Sie sollten deshalb auf die Politik einwirken, diese Kompetenz nicht in das Gesetz aufzunehmen. Die Patienten dürfen nicht gefährdet werden“, fordert Dr. Spies.

Die Politik versucht im Übrigen mit Hilfe des Psychotherapiegesetzes ärztliche Leistungen zu substituieren. Genau dafür sollten sich Psychotherapeuten im Interesse einer guten Zusammenarbeit mit den Ärzten nicht missbrauchen lassen.