Sicherung der Zukunftsfähigkeit der maritimen Ausbildung in Deutschland - Meer machen!

(lifePR) ( Bremen, )
Die globale Corona-Pandemie traf die maritime Wirtschaft, die noch immer in der Anpassungsund Konsolidierungsphase nach der Weltwirtschaftskrise steckte, besonders heftig.

Durch nationale Lock-Downs kam es zu Lieferengpässen, Ein- und Ausfuhrverboten, Nachfrageabstürzen und großen Schwierigkeiten besonders beim Crew-Wechsel.

Die Auswirkungen der Pandemie und der daraus resultierenden Schutzmaßnahmen betrafen auch die Ausbildung sowohl an Bord als auch in den Schulstandorten.

Welche Auswirkungen dies auf die Attraktivität der maritimen Branche als mögliches Karrierefeld hat, lässt sich noch nicht abschätzen.

Derzeit kann die Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e. V. (BBS) bei den Neuanfänger-Zahlen in der Schiffsmechaniker-Ausbildung einen eher positiven Trend beobachten. Der bundesweit beobachtete Einbruch der Ausbildungszahlen hat sich bislang in der Schifffahrt nicht niedergeschlagen.

Allerdings könnte sich die verminderte Reichweite durch die ausgefallenen Präsenzmessen und ungeeignete digitale Messe-Formate im Jahr 2021 auswirken. Die BBS hofft, dem durch die neue Website www.machmeer.de und verstärkte Aktivität in den sozialen Medien entgegenwirken zu können.

Die Auswirkungen der Pandemie scheinen sich bei den Zahlen der Offiziersassistenten und assistentinnen deutlicher zu zeigen. Dies hängt vermutlich mit den großen Schwierigkeiten beim Crew-Wechsel zusammen, mit denen sich vor allen Dingen die Reedereien auf dem internationalen Markt auseinandersetzen mussten.

Durch den zeitweiligen Einbruch in der Schifffahrt wurde der Druck, Nachwuchs zu finden, etwas reduziert. Dabei kann es sich aber nur um eine kurzfristige Entspannung handeln.

Für die Zeit nach der Pandemie heißt es für uns als BBS, nicht nur verstärkt auf die Möglichkeiten in der Seeschifffahrt hinzuweisen. Wir müssen vor allen Dingen dafür sorgen, dass der Nachwuchs auch gute Bedingungen vorfindet.

Ein Baustein ist die kontinuierliche Verbesserung der Ausbildung sowie die Anpassung an neue Anforderungen.

Die Kampagne zur Information und Fortbildung der Ausbilder an Bord musste auf 2021 verschoben werden. Sie soll nun aber auch durch digitale Medien ergänzt werden. Ebenso sollen die Auszubildenden durch die Nutzung der Möglichkeit von Videokonferenzen und -tutorials auch auf Distanz noch besser betreut werden.

Noch wichtiger ist jedoch die internationale Anerkennung des seefahrenden Personals als systemrelevant – und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen und Vorkehrungen.

Die Sozialpartner VDR und ver.di, Vertreter der Seemannsmission, des Seeärztlichen Diensts, der Deutschen Flagge und auch die Geschäftsstelle der BBS arbeiten weiterhin eng zusammen und tauschen sich regelmäßig aus.

Die Schifffahrt ist der Schlüssel zur internationalen Wirtschaft – dies gilt unbestritten. Nun ist es an den Regierungen, dafür zu sorgen, dass dies nicht weiter auf Kosten der Seeleute geht.

Die Vorsitzenden der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e. V., Erik Hirsch (VDR) und Peter Geitmann (ver.di) betonen, dass es zur Sicherung von Ausbildung und Beschäftigung das Engagement aller maßgeblich Beteiligten bedarf. Im Hinblick auf die Entwicklung des Fachkräftebedarfs in der Seeschifffahrt war/ist die Nachwuchsgewinnung auch im Jahr 2020/2021 eine der großen Herausforderungen.

Die Mitglieder der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e. V. bedanken sich bei allen Beteiligten, die ihren Beitrag dazu leisten, dass die Seeschifffahrt mit all ihren Chancen und Möglichkeiten wieder sichtbarer wird.

 
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