lifePR
Pressemitteilung BoxID: 292172 (Berliner Mieterverein e.V.)
  • Berliner Mieterverein e.V.
  • Spichernstr. 1
  • 10777 Berlin
  • https://www.berliner-mieterverein.de
  • Ansprechpartner

Trotz zunehmenden Neubaus weiterhin steigende Mieten

IBB-Wohnungsmarktbericht

(lifePR) (Berlin, ) .
- Zur heutigen Veröffentlichung des Wohnungsmarktberichts der Investitionsbank Berlin (IBB) erklärt der Berliner Mieterverein:

" Der Wohnungsmarktbericht macht schonungslos deutlich, dass die Wohnungspolitik der neuen Landes-regierung nachgebessert werden muss. Der Handlungsbedarf ist deutlich höher, als in der Koalitionsverein-barung von SPD und CDU angenommen", erklärt der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild. Wenn selbst die Experten der IBB von einem jährlich notwendigen Neubauvolumen von 10.000 Wohnungen ausgehen, um Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen, dann ist Alarmstufe 1 gegeben.

!0.000 Neubauwohnungen pro Jahr würden eine Entlastung für Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen bedeuten. Für Haushalte mit geringen Einkommen ist dies aber keine Lösung, mahnte Wild.

Daher muss ein fester Anteil der geplanten Neubauwohnungen für Haushalte mit einem Wohnberechti-gungsschein reserviert werden", fordert Reiner Wild. Dies kann durch Förderung oder vertragliche Ver-pflichtung erreicht werden.

Wenn 10.000 Wohnungen pro Jahr dem Wohnungsmarkt mehr zur Verfügung stehen müssen, dann muss auch der Wohnungsbestand aktiviert werden. Die Reserve im Bestand beträgt mindestens 20.000 Woh-nungen, die aus spekulativen Gründen leer stehen oder zu anderen als Wohnzwecken verwendet werden. Der Senat lässt wertvolle Zeit verstreichen, beklagt Wild und verlangt den sofortigen Erlass eines Verbots der Zweckentfremdung.

Der Berliner Mieterverein appelliert an den Berliner Senat, sich darüber hinaus aktiv für eine Wiedervermie-tungsbegrenzung bei der von der Bundesregierung geplanten Mietrechtsänderung einzusetzen.