BDG-Sonderheft: Gusseisen mit Kugelgraphit

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Gusseisen mit Kugelgraphit (alt: GGG, neu: GJS) gehört zu den jüngeren Werkstoffentwicklungen, da es zunehmend mit wirtschaftlichen und gießtechnischen Vorteilen anstelle von Stahlguss, Schmiedestahl und Walzstahl eingesetzt werden kann. Das Streckgrenzen/Zugfestigkeits-Verhältnis ist günstiger als bei Stählen, zudem lassen sich aufgrund der besseren Gießbarkeit und des Werkstoffverhaltens komplexere Geometrien fertigen. Diese Werkstoffgruppe besitzt wegen der hohen Festigkeitseigenschaften auch noch bedeutende Leichtbaupotentiale.

Die Anwendungsbreite von GJS ist so vielseitig wie die Sorten. In DIN EN 1563 sind die Normalsorten genormt, die einen Festigkeitsbereich von 350 bis 800 N/mm2 überspannen. Die DIN EN 1564 enthält die höherfesten austenitisch-ferritischen Sorten, die als ADI (Autempered ductile iron) bekannt sind, und Festigkeiten von 800 bis 1400 N/mm2 aufweisen. Die legierten austenitischen Sorten sind in DIN EN 13825 genormt. Sie sind hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Hitze- und Zunderbeständigkeit, Kaltzähigkeit, Nichtmagnetisierbarkeit, thermische Leitfähigkeit und Verschleißbeständigkeit optimiert. Diese sind auch unter dem Handelsnamen "NiResist" bekannt. Die carbidischen verschleißfesten Sorten nach DIN EN 12513 sind mit Ni, Mo, Cu legiert und weisen Härtewerte zwischen 300 und 500 HB bereits in der Grundmasse auf. SiMo-legiertes Gusseisen besitzt eine besonders hohe Hitzebeständigkeit.

In einem Themenheft sind die wichtigsten Aspekte des Gusseisens mit Kugelgraphit, die für den Anwender und Konstrukteur bedeutend sind, zusammengestellt. Neben den Eigenschaften, der Herstellung und Anwendung dieser Werkstoffgruppe ergänzen Ausführungen zur Wärme- und Oberflächenbehandlung, zum Schweißen und zur mechanischen Bearbeitung die Ausführungen. Für weiterführende Informationen steht ein umfangreiches Quellenverzeichnis zur Verfügung.

Das BDG-Sonderheft ist kostenfrei zu beziehen über das BDG-Infozentrum in Düsseldorf (infozentrum@bdguss.de) oder als kostenfreier pdf-Download unter der Rubrik „Publikationen“ auf der technischen Webseite des BDG (www.kug.bdguss.de).
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