Dienstag, 21. November 2017


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Felßner bei Almbegehung: "Bergbauern und kleinere Betriebe stärken"

Bauernverband setzt auf Zusammenarbeit, starke EU-Agrarpolitik und Umdenken bei Wolf

München, (lifePR) - „Ursprünglich und unverwechselbar. Kuhglocken läuten, das satte Grün der Bergwiesen leuchtet unter weißblauem Himmel.“, so wirbt die Gemeinde Samerberg für das Wandergebiet rund um den Hochries, den Karkopf und das Feichteck. „Diese einzigartige Kulturlandschaft ist erst durch die harte Arbeit der Bergbauern entstanden. Und sie kann auch nur durch diese Arbeit erhalten werden“, sagte Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes heute bei der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. „Bergbauern sind ein augenfälliger Beweis, wie eng die Attraktivität der Alpenregion als Urlaubs- und Erholungslandes mit der wertvollen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern zusammenhängt. Das gilt aber nicht nur in den Bergen, sondern auch in vielen anderen Regionen Bayerns.“

Damit die Bauernhöfe in Bayern auch weiterhin nachhaltig bewirtschaftet werden können, sind aus Felßners Sicht die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen ausschlaggebend – vor allem die der EU-Agrarpolitik. „Bei der Diskussion um die künftige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik geht es auch um die Zukunft der Bergbauern. Für den Erhalt der Land- und Forstwirtschaft in all ihrer Vielfalt ist eine gemeinsame und starke Agrarpolitik mit Direktzahlungen, Agrarumweltprogrammen sowie den Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete unbedingt notwendig“, sagte Felßner bei der Mittagsrast auf der Pölcheralm.

Die Bauern aus dem Alpenraum setzen sich gemeinsam für eine gezielte Stärkung der Berglandwirtschaft ein. In einem gemeinsamen Positionspapier zur fordern die Bauernverbände und landwirtschaftlichen Organisationen aus Bayern, Südtirol, Salzburg, Tirol und Vorarlberg unter anderem, dass innerhalb der EU-Agrarpolitik der Zuschlag für die ersten Hektare ausgebaut sowie eine gekoppelte Prämie für Raufutterfresser in Bergregionen und besonders benachteiligten Gebieten eingeführt werden soll. Das gemeinsame Positionspapier finden Sie unter www.bayerischerbauernverband.de/pm18-berglandwirtschaft

Über das Wohl und Wehe der Weidewirtschaft in den Bergen entscheidet neben den politischen Rahmenbedingungen auch der Umgang mit Wildtieren wie Wolf und Bär. „Damit in Zukunft Kühe auf den Almen grasen können, ist ein konsequentes Wildtiermanagement nötig“, sagte Felßner. „Zum Erhalt der Weidewirtschaft brauchen wir praktikable Regelungen beim Wolf und auch Möglichkeiten zur Bestandsregulierung.“ Der Bauernverband fordert deshalb, dass der strenge Artenschutz gelockert wird und diese Tiere notfalls auch erlegt werden dürfen.

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