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Pressemitteilung BoxID: 658519 (Bayerische Milchindustrie eG)
  • Bayerische Milchindustrie eG
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BMI blickt zuversichtlich in die Zukunft

532 Mio. Euro Jahresumsatz / Erhöhung des Milchpreises ab Juni 2016 / 22,1 Prozent mehr Bio-Rohstoff / "Milch ohne Gentechnik" ausgebaut / Neue Marke BMI BioBauern erfolgreich gestartet

(lifePR) (Landshut, ) Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) hat sich in einem milchwirtschaftlich schwierigen Jahr erfolgreich weiterentwickelt. Dabei bewies die Genossenschaft Verantwortung für ihre Milcherzeuger und erhöhte den Auszahlungspreis im Vergleich zum Wettbewerb frühzeitig bereits im Juni 2016. Mit dieser Entscheidung durchbrach die BMI den 2015 einsetzenden Rückgang des Milchpreises und reagierte schnell auf erste Anzeichen der Erholung im Markt.

„Nicht ganz ohne Risiko, aber in einer mutigen Entscheidung gaben wir den sich zunächst nur langsam abzeichnenden Aufwärtstrend sofort in maximaler Höhe an unsere Milcherzeuger weiter, von denen zu diesem Zeitpunkt viele in existentiellen Nöten waren“, so Peter Hartmann, Vorstandsvorsitzender der BMI. „Zugleich konnten wir unseren Kurs der strukturellen Straffung und Stärkung der BMI fortsetzen und sind insgesamt mit dem Geschäftsverlauf zufrieden.“

Bis Jahresende konnte der Milchpreis vom Tiefpunkt im Mai um zehn Cent angehoben werden. Die BMI zahlte für Milch bei tatsächlichen Inhaltsstoffen (4,17 Prozent Fett, 3,48 Prozent Eiweiß) im Durchschnitt über alle Milchsorten 29,20 Euro je 100 Kilogramm.

Mehr Rohstoff verarbeitet

1.920 deutsche Milchbauern lieferten ihre Milch an die neun Produktionsstandorte in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt erfasste und verarbeitete die Genossenschaft 938 Mio. Kilogramm Milch (+1,5 Prozent) und knapp zwei Milliarden Molkenrohstoffe. Eine deutliche Steigerung von +22,1 Prozent zeigte sich im Bereich Bio-Rohstoff: 76 Mio. Kilogramm Bio-Rohmilch und 340 Mio. Kilogramm Bio-Molkenrohstoffe wurden 2016 verarbeitet. Trotz der um 1,5 Prozent gestiegenen Rohstoffanlieferung musste die BMI einen marktpreisbedingten Umsatzrückgang von -1,9 Prozent auf rund 532 Mio. Euro (Vorjahr: 540 Mio. Euro) hinnehmen. Die Produktionsmengen sanken um -3,9 Prozent auf 318 Mio. Kilogramm. Ungeachtet der schwierigen Marktbedingungen wurde der Pulverbestand um 10.000 Tonnen abgebaut. Der Jahresüberschuss betrug 11,6 Mio. Euro. Das Ergebnis profitiert von einem Grundstücksverkauf in Landshut in Höhe von 9,8 Mio. Euro.

Erfolgreich: hochveredelte Trockenprodukte

Durch die Konzentration auf die drei Säulen Trockenprodukte, Frischeprodukte und Käse konnte die BMI die deutlich sinkenden Erlöse im ersten Halbjahr teilweise ausgleichen. Erfolgreich war vor allem das Segment Trockenprodukte: Obwohl die Produktionsmengen im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen (-1,83 Prozent, auf 120 Mio. Kilogramm) konnte der Umsatz um 10,92 Prozent auf 174 Mio. Euro gesteigert werden. Dies liegt unter anderem an einem konsequenten Ausbau des Angebots von höher veredelten Produkten. Umsatzrückgänge zeigten sich aufgrund der deutlich reduzierten Abgabepreise in den Bereichen Frische (20 Mio. Euro) und Käse (7 Mio. Euro).

Starker Export

Entscheidend für die gute Entwicklung der BMI war auch 2016 der Export. Insgesamt rund 48 Prozent des Umsatzes wurden mit Exportware erzielt.

Neue Marke: BMI BioBauern

Im Bereich Biomolkenpulver und Derivate ist die BMI seit vielen Jahren weltweit erfolgreich. Ende 2016 präsentierte die Genossenschaft nun „BMI BioBauern“, eine Marke für den Lebensmitteleinzelhandel. Die Käsevarianten fallen im Regal durch eine besonders authentische Verpackung auf: Echte Bio-Landwirte, die ihre Milch an die BMI liefern, sind auf den Käsepackungen abgebildet.

22,4 Millionen Investitionsvolumen

Zukunftsorientiert zeigt sich die BMI auch in ihrer Bereitschaft, in die Standorte zu investieren. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr 22,4 Mio. Euro in die technische und bauliche Weiterentwicklung der Betriebe. Nicht nur hinsichtlich der gestiegenen hygienischen Anforderungen wurden diese Maßnahmen getätigt, auch konnten Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen erzielt werden. Ein wichtiger Schwerpunkt war der Ausbau des starken Käse-Standorts in Jessen (Sachsen-Anhalt), der weiter vorangetrieben wurde. Mit einem unternehmenseigenen Zentral- und Pathogenlabor inklusive größerer Räumlichkeiten für die Abteilung Forschung & Entwicklung im Gewerbegebiet Wang / Spörerau bei Landshut investierte die BMI außerdem in Qualitätssicherheit und Innovationsstärke.

Auf dem Vormarsch: Milch „ohne Gentechnik“

Milchprodukte, die ohne Gentechnik hergestellt werden, werden immer stärker nachgefragt und vom Handel eingefordert. Um für den Rohstoff ihrer Landwirte den bestmöglichen Mehrwert zu erzielen, unterstützt die BMI sie dabei, Milch mit Hilfe von gentechnikfreien Futtermitteln herzustellen. Seit November 2016 erfasst die BMI sogenannte oGT-Milch und zahlt dafür einen Zuschlag in Höhe von 1 ct / kg. Zum Jahresende haben 540 BMI-Betriebe mit einem Anteil von 59 Prozent der angelieferten konventionell erzeugten Milch auf die Milchproduktion ohne Gentechnik umgestellt oder befanden sich in der Umstellungsphase. Verarbeitet wird der Rohstoff in den Werken in Zapfendorf, Jessen, Obermaßfeld und dem Trocknungsstandort Peiting, welche bereits nach dem Standard des VLOG (Verband Lebensmittel ohne Gentechnik) zertifiziert sind.

Strategische Neuausrichtung forcieren

Wichtige strategische Maßnahmen, die die BMI in den Vorjahren umgesetzt hat, haben dazu beigetragen, dass die Genossenschaft auch nach den Krisenmonaten in den Jahren 2015 und 2016 ausgeglichen und zukunftsorientiert dasteht. Mit einer massiven Markterholung lag dann das zweite Halbjahr 2016 weit über den Durchschnittswerten und zeigte positive Perspektiven für 2017 auf. „Die BMI verfügt über eine solide Marktposition, die wir weiter ausbauen wollen“, betont Hartmann. So sollen die drei Sparten konsequent weitergeführt und neue Wege in die Zukunft erschlossen werden.

Hierzu trägt auch die gute Eigenkapitalquote der BMI bei. Durch den Jahresüberschuss in Höhe von 11,6 Mio. Euro sowie die Zeichnung weiterer freiwilliger Geschäftsanteile durch einige Gesellschafter konnte das wirtschaftliche Eigenkapital auf 74,9 Mio. Euro bzw. 42,9 Prozent der Bilanzsumme erhöht werden. Davon profitieren auch die Kapitalgeber: Das Investment der aktuell 27 Mitglieder der Genossenschaft erfährt durch eine Dividende in Höhe von drei Prozent auf die einbezahlten Geschäftsguthaben eine ordentliche Verzinsung.