Mittwoch, 22. November 2017


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Apotheker in Bayern raten: Brandwunden richtig behandeln

München, (lifePR) - Gerade in der Weihnachtszeit und an Silvester kommt es immer wieder zu Verbrennungen oder Verbrühungen. Im Fall des Falles heißt es dann, schnell und richtig zu reagieren. Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern gibt deshalb wichtige Tipps, wie Sie kleinere Brandwunden und Verbrühungen richtig behandeln. Das Wichtigste bei einer Verbrennung ist zu verhindern, dass sich die Schädigung ausweitet. Daher rät Apotheker Schmitt, zuerst die Wärmequelle zu entfernen und brennende Kleidung zu löschen.

Kühlen aber nicht unterkühlen!

"Wichtig ist es, dass Sie bei Verbrennungen und Verbrühungen den betreffenden Körperteil sofort unter fließendem Wasser kühlen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Am besten hat sich Leitungswasser von 15 bis 25 Grad Celsius bewährt", sagt Apotheker Schmitt. Nach dem Kühlen soll die Wunde steril abgedeckt werden, weil Brandwunden sehr entzündungsgefährdet sind. Am besten eignen sich dafür Kompressen, die mit einer Metallschicht bedampft sind. Sie verkleben weniger mit der Wunde.

Kleinere Verletzungen kann man selbst behandeln.

Aber: Finger weg von "Hausmitteln"!

Leichte Verbrennungen, bei denen die Haut nur eine Rötung zeigt, kann man selber behandeln, sofern sie nicht großflächig sind. Brandgele mit schmerzstillenden und desinfizierenden Wirkstoffen lindern die Beschwerden und beugen Infektionen vor. Apotheker Schmitt "Ist die betroffene Stelle größer als die Handfläche des Patienten oder hat der Patient starke Schmerzen oder Schwindelanfälle, sollten Sie unbedingt den Rettungsdienst rufen. Verbrennungen oder Verbrühungen bei Säuglingen und Kindern müssen in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden, weil der Verbrennungsbereich im Verhältnis zur kleinen Körpergröße immer relativ groß ist." Sogenannte Hausmittel wie Mehl, Butter, Zahnpasta oder Puder haben auf einer Brandwunde nichts zu suchen - so sehr manche Großmütter auch darauf schwören. "Sie verkleben die Wunde und sind nur schwer zu entfernen, wenn diese vom Arzt versorgt werden muss", warnt Apotheker Schmitt.

Unfälle vermeiden

Verbrennungen und Verbrühungen sind die zweithäufigste Unfallursache bei Säuglingen und Kindern und zu keiner Zeit gibt es so viele Verbrennungen wie an Weihnachten. Deshalb empfiehlt Apotheker Schmitt, besonders an den Weihnachtstagen folgende Regeln zu beachten:

- Nehmen Sie keine heißen Getränke zu sich, solange Sie Ihren Säugling auf dem Arm tragen.
- Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt. Und bewahren Sie Zündhölzer und Feuerzeuge immer kindersicher auf.
- Tischdecken sind zwar schön, aber auch eine Gefahrenquelle. Wenn Kinder daran ziehen, kann die frisch gebrühte Tasse Tee leicht umfallen.
- Achten Sie darauf, dass elektrische Kabel von Christbaumbeleuchtung, Wasserkochern usw. für Kinder nicht erreichbar sind.
- Denken Sie auch an sich selbst: Benutzen Sie beim Kochen Topflappen, seien Sie vorsichtig, wenn Sie heißes Wasser abgießen, und versuchen Sie ruhig zu arbeiten. Hektik ist in der Küche fehl am Platz - auch zur Weihnachtszeit.

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