Sonntag, 19. November 2017


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Neues Zentrum für digitale Geisteswissenschaften

München, (lifePR) - Bündelung des Know-Hows in den Digital Humanities: Am Montag, den 15. Juli 2013 unterzeichnen die Bayerische Staatsbibliothek und die Bayerische Akademie der Wissenschaften den Kooperationsvertrag über die Gründung eines Zentrums für digitale Geisteswissenschaft.

Auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften werden computerbasierte Verfahren und Werkzeuge immer wichtiger ("Digital Humanities"), etwa bei digitalen Editionen oder der quantitativen Text- und Datenanalyse. Die Bayerische Staatsbibliothek und die Bayerische Akademie der Wissenschaften bündeln in dem neuen Zentrum für digitale Geisteswissenschaften ihr Know-How in diesem Bereich und errichten kostensparende, hoch effiziente Strukturen. Das zukunftsweisende Konzept des neuen Zentrums wird Synergien freisetzen und soll durch die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ausgebaut werden.

"Die enge Zusammenarbeit zwischen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit ihrem Leibniz-Rechenzentrum und der Bayerischen Staatsbibliothek trägt auch zur Profilierung des Wissenschaftsstandortes München im Bereich der zunehmend wichtiger werdenden Digital Humanities bei", so Karl-Heinz Hoffmann, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Das neue Zentrum dient insbesondere folgenden Zielen:

- der Entwicklung und Umsetzung von Open-Access-Modellen in Zusammenarbeit mit Verlagen und Wissenschaftseinrichtungen
- dem organisatorischen Aufbau und der Vernetzung von Publikationsplatt-formen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen
- der projektbezogenen Entwicklung digitaler Workflows, die auch anderen potenziellen Partnern zugutekommen sollen
- der Entwicklung von Modellen zur Langzeitarchivierung von Daten
- der Realisierung von Retrodigitalisierungsinitiativen

Beide Kooperationspartner verfügen durch ihre langjährigen Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung, des elektronischen Publizierens und der digitalen Langzeitarchivierung über vielfältige Erfahrungen und arbeiten bei mehreren geisteswissenschaftlichen Projekten bereits sehr erfolgreich zusammen. Exemplarisch ist das "Repertorium Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters" zu nennen, das bereits als digitale Online-Publikation existiert. Mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften steht außerdem ein kompetenter Partner zur Verfügung, wenn es darum geht, große Infrastrukturen für die Bereitstellung und langfristige Sicherung digitaler Inhalte aufzubauen.

"Die Gründung des Zentrums eröffnet der Kooperation zwischen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek ins-besondere in den Bereichen Digitalisierung, digitale Langzeitarchivierung und genuin elektronisches Publizieren hervorragende Perspektiven", so Rolf Griebel, Generaldirektor der Staatsbibliothek.

Zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung laden wir Sie herzlich ein. Bei der Veranstaltung werden auch erste gemeinsame Projekte aus den Geistes- und Kulturwissenschaften vorgestellt.

Anmeldung unter Tel.: 089 23031-1141 oder per Email: presse@badw.de

Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Gemeinsam mit anderen Bibliotheken bildet sie die virtuelle Nationalbibliothek Deutschlands. Mit knapp 10 Millionen Bänden, rund 62.000 laufenden Zeitschriften in gedruckter und elektronischer Form und über 96.000 Handschriften gehört die Bibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren der Welt.

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Junges Kolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.

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