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Touchpoint - Eine Ausstellung, die berührt

Kunsthochschulen zu Gast / Studierende und Meisterschülerinnen und -schüler der Universität der Künste (UdK) Berlin zeigen ab dem 13. Januar ihre Arbeiten im Erholungshaus

(lifePR) (Leverkusen, ) Bayer Kultur feiert mit dem Format „Kunsthochschulen zu Gast“ in diesem Jahr ein Jubiläum: Bereits zum 10. Mal wird eine Hochschulklasse eingeladen, Arbeiten im Erholungshaus auszustellen. 2019 hat Andrea Peters, Kunstreferentin bei Bayer Kultur, dabei erneut Berlin als „Hotspot“ der Kunstszene im Blick und stellt Künstlerinnen und Künstler der Universität der Künste (UdK) Berlin vor. Mit ihren vier Fakultäten und einer 300-jährigen Geschichte ist die UdK nicht nur die größte künstlerische Hochschule Deutschlands, sondern gehört zu den vielseitigsten und traditionsreichsten Hochschulen der Welt. Der jährliche Rundgang zeugt dabei von dem hohen Niveau der Fachklassen, die von namhaften Professorinnen und Professoren wie Monica Bonvicini, Valérie Favre, Hito Steyerl, Christine Streuli, Ursula Neugebauer, Ai Weiwei oder Thomas Zipp angeleitet werden. Die Ausstellung unter dem Titel „Touchpoint“ ist vom 13. Januar an bis Ende März im Erholungshaus zu sehen.

Künstlerische Berührungspunkte 

Bei einer Hochschule wie der UdK Berlin, die ein interdisziplinäres Modell fördert und es den Studierenden von Beginn an ermöglicht, Netzwerke und Kooperationen über den eigenen Fachbereich und die Fakultät hinaus zu bilden, liegt es nahe, dies auch im Thema der Ausstellung aufzugreifen. Klassenübergreifend vereint „Touchpoint“ 14 Studierende sowie Meisterschülerinnen und -schüler der Fakultät Bildende Kunst aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Installation und Digitale Medien. All diese Bereiche verbindet eine thematische Auseinandersetzung mit Berührungsmomenten, sei es emotional, körperlich oder abstrakt. Zugleich passt das Thema zum Leben der jungen Künstlerinnen und Künstler, da im und nach dem Studium viele solcher „Touchpoints“ von prägender Bedeutung für den künstlerischen und persönlichen Werdegang entstehen. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler setzen sich und ihre Arbeiten in Beziehung zu ihrem unmittelbaren Umfeld, hinterfragen ihre eigenen Handlungsmotive und Emotionen ebenso wie die der Anderen und erlauben Nähe, manchmal sogar Intimität.

Fotografie trifft Ölpastell

Die fotografischen Arbeiten von Judith Dorothea Gerke bilden den Auftakt der Ausstellung im Erholungshaus: In freier Anordnung über Wand- und partiell auch Bodenfläche verteilt, zeigen Gerkes Werke Begegnungsmomente und Beziehungen zwischen Materialität und Körperlichkeit. In ihren Motiven überlagern sich glatte, kühle Materialien wie Keramik mit weichen, warmen Körperfragmenten. Durch die unmittelbare Nähe zum Motiv scheinen Gerkes Arbeiten zärtlich, intim und distanziert zugleich. Auf der gegenüberliegenden Wand finden sich Andi Fischers großformatige Ölpastellmalereien auf Leinwand. Neben fiktiven zeitgenössischen Szenen lassen seine Arbeiten auch kunsthistorisch bedeutsame Motive aus den Werken Albrecht Dürers erkennen (mit dem sich Fischer übrigens den Geburtsort Nürnberg teilt). Fischer verweigert auf bestechend charmante Weise jeglichen Anspruch an Perspektive oder korrekt dargestellte Proportionalität und erzählt gerade in dieser Unmittelbarkeit viel über die Eigenschaften seiner dargestellten Charaktere und Szenen.

Auf den zweiten Blick 

Dass Berührungsmomente nicht nur zwischenmenschlich und körperlich, sondern auch abstrakter Natur sein können, zeigt sich im Pausenfoyer: Marlen Letetzkis Öl- und Acrylmalereien auf Aluminium schaffen durch zarte Pastell- und Grautöne sowie subtile Farbverläufe den Eindruck ätherischer Bildwelten. Ihre Bilder erfordern – oder besser gesagt: verdienen – ein zweites und drittes Hinsehen, um deren Beschaffenheit erfassen zu können.

Im hinteren Bereich des Foyers fällt der Blick auf Gary Schlingheiders Installation „30MM“. Die Stahlobjekte zeigen sich überlagernde, stark abstrahierte Formen, die sich durch eine unendliche Anzahl an Variationsmöglichkeiten und Berührungspunkten zu immer neuen Kompositionen zusammensetzen lassen. Von jeglichem Kontext isoliert, weisen sie eine kompromisslose Ästhetik auf, in der Linie und Raum in untrennbarem Verhältnis zueinander stehen.

Black Box und Familienbande 

Im Obergeschosse des Erholungshauses kommt man zu einem in sich geschlossenen Raum, der als Black Box für Lina Natterers Videoinstallation „Berührung und Fliehen“ dient. Diese zeigt Magdalena Klein, eine Dirigentin, bei der Arbeit. Vor schwarzem Hintergrund und isoliert von dem für die Situation wesentlichen Kontext – der Musik – richtet sich die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Intensität ihrer Mimik und die hingebungsvollen und gleichzeitig äußerst kontrollierten Bewegungen ihres Körpers. Der Rundgang schließt mit drei fotografischen Arbeiten von Fee Hollmig ab. Die Künstlerin projiziert Familienfotografien ihrer Kindheit und Momentaufnahmen vergangener Zeiten auf ihren Körper. Hollmigs Arbeiten erzählen vom Umgang mit Verlust und Trauer, den subjektiv empfundenen Erinnerungen sowie schönen und manchmal auch schmerzhaften Momenten.

Performance im Rahmen der Vernissage

Im Rahmen der Vernissage am 13. Januar um 11.00 Uhr ist zusätzlich eine Performance von Jonas Maria Droste zu sehen, die dieser gemeinsam mit Simone Gisela Weber (Performancekollektiv Kimberly Kaviar, Berlin) umsetzt. Droste reflektiert zwischenmenschliche Begegnungen und übersetzt diese in abstrahierte Momente und ästhetische Vorgänge, die in mal subtilen, mal mechanischen Gesten ihre Auflösung finden. Die Körper bewegen sich dabei im Spannungsfeld zwischen Ordnung und Unordnung, Zerstörung und Manifestation.

Die Ausstellung „Touchpoint“ wurde von Miriam Schwarz in Kooperation mit der galerie burster berlin und der UdK Berlin kuratiert. Die galerie burster berlin steht seit ihrer Gründung in engem Austausch mit den Berliner Kunsthochschulen und stellt einmal jährlich in ihrer Ausstellungsreihe „on view:“ Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der UdK Berlin vor.

„Touchpoint“ ist vom 13. Januar bis zum 31. März 2019 im Erholungshaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, Informationen auch unter www.kultur.bayer.de.

Touchpoint
Universität der Künste (UdK) Berlin
In der Reihe „Kunsthochschulen zu Gast“

Walker Brengel / Jonas Maria Droste / Andi Fischer / Judith Dorothea Gerke / Ronja Glesczinsky /
Timon & Melchior Grau / Fee Hollmig / Phillip Langer / Marlen Letetzki / Tabea Marschall / Lina Natterer / Lisa Peters / Gary Schlingheider / Caroline Steinke

Erholungshaus, Nobelstrasse 37, 51373 Leverkusen

Vernissage
SO / 13. JAN 2019 / 11.00 Uhr
Erholungshaus, Nobelstrasse 37, 51373 Leverkusen

Ausstellungszeitraum
13. JAN bis 31. MRZ 2019

Öffnungszeiten 
SA / SO / FEIERTAGS / 11.00-17.00 Uhr
sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Öffentliche Führungen
Jeden 1. und 3. SO im Monat / 11.15 Uhr (kostenlos)
Führungen „Art after Work“: 21. JAN + 5. FEB / 18.00 Uhr
Sonderführungen nach Vereinbarung
Anmeldung unter 0214 30-41283/-41284

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Bayer AG

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de