Dienstag, 17. Juli 2018


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Der Wind dreht sich - Umweltbehörde kritisiert erstmalig Belastungsübermass

BAW kommentiert Pressemitteilung der Umweltbehörde zum Verspätungsrekord 2017

Hamburg, (lifePR) - Die Hamburger Umweltbehörde (BUE) ist zuständig für die Bekämpfung des Fluglärms, verursacht durch den Betrieb des innerstädtisch gelegenen Verkehrsflughafen „Helmut Schmidt“. Die BUE hat heute bekanntgegeben, dass am gestrigen Donnerstag die Zahl von 1.000 verspäteten Starts und Landungen nach 23 Uhr überschritten wurde - ein Negativrekord der vergangenen zehn Jahre.

Erstmalig quantifiziert die Fachbehörde das Ausmass der verspäteten Starts und Landungen in dieser Form. Umweltsenator Kerstan positioniert sich und die von ihm geführte BUE klar auf der Seite der Fluglärmbekämpfung, verliert sich dann jedoch in der Problematisierung der Beschwerdeführer. Anstatt diejenigen Fluggesellschaften zu benennen, die hauptursächlich für die Verspätungen verantwortlich sind, wird eine umfängliche Verteilungsstatistik der Beschwerdeführer betrieben.

Richtigerweise werden die Fehlplanungen in der Tagesrotation der Fluggesellschaften durch den Senator als das Hauptübel erkannt. Bekannt ist, dass drei von vier Verspätungen die Tagesrotation als Ursache haben.

„Gut ist, dass der Umweltsenator erstmalig die Vermeidbarkeit von Fluglärm und Verspätungen in der gesetzlich geschützten Nachtzeit anerkennt. Zur Verbesserung der Arbeit seiner Fachbehörde bedarf es einer Regelung, dass Piloten die ausserhalb der offiziellen Betriebszeit von 23 Uhr starten und landen ihren Namen zukünftig zu hinterlegen haben. Bisher versuchen sich mehrere Fluggesellschaften über die Verweigerung der Namensfreigabe ihrer Verantwortung zu entziehen. Einzig nicht von den Betroffenen zu akzeptieren ist die Aussage von Herrn Kerstan, dass Fluglärm ärgerlich sei - Fluglärm raubt gesunde Lebensjahre!“, kommentiert Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW).

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