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Pressemitteilung BoxID: 202525 (Bauwirtschaft Südbaden)
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Badisches Zimmerer- und Holzbaugewerbe meldet stabile Auftragslage im Herbst 2010

Leichte Erholung im Wohnungsbau / Wirtschaftsbau stagniert / öffentlicher Hochbau rückläufig

(lifePR) (Freiburg, ) Das badische Zimmerer- und Holzbaugewerbe meldet im Herbst 2010 im Vergleich zum Vorjahr eine leicht verbesserte Auftragslage. Im Vergleich zum vergangenen Frühjahr ist eine deutlichere konjunkturelle Aufhellung zu verzeichnen. "Im Wohnungsbau besteht nach einem jahrelangen Abwärtstrend inzwischen ein gewisser Nachholbedarf, der zu einem Anstieg der Baugenehmigungen geführt hat; dagegen hat sich die Lage im öffentlichen Hochbau aufgrund des Auslaufens der Konjunkturprogramme wieder eingetrübt", erklärte Verbandspräsident Rolf Kuri anlässlich der Präsidial- und Obermeisterversammlung von Holzbau Baden am 19./20. November 2010 in Metz (Frankreich).

Wie eine Verbandserhebung zur konjunkturellen Entwicklung im Oktober 2010 ergab, bezeichnen im Ein- und Zweifamilienhausbau 44 Prozent der Unternehmen ihre Auftragsbestände als verhältnismäßig groß oder ausreichend (Vorjahr: 36 Prozent; Frühjahr 2010: 29 Prozent). Im Mehrfamilienhausbau liegt dieser Anteil bei 21 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent; Frühjahr 2010: 7 Prozent). Diese wieder etwas günstigere Entwicklung im Wohnungsbau spiegelt sich in der Zahl der Baugenehmigungen, die in Südbaden im ersten Quartal 2010 um 15 % und im zweiten Quartal um 2 Prozent gestiegen ist. Im Wirtschaftsbau melden 22 Prozent der Firmen eine gute oder befriedigende Auftragsentwicklung (Vorjahr: 24 Prozent; Frühjahr 2010: 14 Prozent). Ein rückläufiger Trend ist im öffentlichen Hochbau zu verzeichnen: Hier werden die Auftragsbestände zwar von 31 Prozent der Betriebe als verhältnismäßig groß oder ausreichend bewertet, doch lag dieser Anteil im Vorjahr noch bei 37 Prozent (Frühjahr 2010: 32 Prozent). Sorge bereitet den Firmen nach wie vor die schlechte Zahlungsmoral vieler Auftraggeber.

Bauen im Bestand ist wichtiger Markt für das Zimmererhandwerk

Eine zunehmende Bedeutung für die Zimmerer- und Holzbaubetriebe hat in den vergangenen Jahren das Marktsegment der Gebäudemodernisierung und -sanierung gewonnen. In diesem Bereich bezeichnen 35 Prozent der Betriebe ihre Auftragsbestände als verhältnismäßig groß, 65 Prozent als ausreichend. "Die seit 2009 weiter verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnung haben zu einer erhöhten Nachfrage vor allem bei der energetischen Aufrüstung von Gebäuden geführt", so Kuri. Auch in den kommenden Jahren werde das Bauen im Bestand sowie das umweltfreundlichen Bauen eine große Herausforderung für die Holzbaubetriebe darstellen. Das Zimmererhandwerk sei durch die hohe Qualifizierung der Betriebe und ihrer Mitarbeiter bestens für diese Aufgaben gerüstet.

Vor dem Hintergrund einer insgesamt recht guten Auslastung planen 10 Prozent der Holzbaubetriebe Investitionen zur Erweiterung ihrer Kapazität. 27 Prozent der Firmen klagen über einen Fachkräftemangel.

Holzbau Baden fordert Verstetigung der öffentlichen Bauinvestitionen auf hohem Niveau Um nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme ab 2011 einen deutlichen Rückgang der öffentlichen Baiinvestitionen zu verhindern, fordert Holzbau Baden die Politik dringend auf, für ein bedarfsgerechtes Niveau der Investitionen Sorge zu tragen. "Die Infrastruktur ist seit vielen Jahren extrem vernachlässigt worden, was zu einem gewaltigen Instandhaltungs- und Modernisierungsstau bei öffentlichen Gebäuden geführt hat", so Kuri. Eine solche Sparpolitik könne sich Deutschland nicht länger leisten.

Zusätzlich fordert der Verband eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im Wohnungsbau sowie in der energetischen Sanierung. Denn insbesondere in Ballungszentren und größeren Städten besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an Wohnraum. Vordringlich ist vor allem die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung. Darüber hinaus ist die Einführung von Klimaschutzabschreibungen als Anreiz für energetische Sanierungsmaßnahmen notwendig. Sinnvoll sind außerdem Steuerermäßigungen für Energiesparmaßnahmen an Altbauten und selbst genutztem Wohnraum.

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