Sonntag, 17. Dezember 2017


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Usbekistan - Gastland auf der Mela

Neubrandenburg, (lifePR) - Ruzimurat Sultanov ist von der deutschen Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion hierzulande begeistert. Der Direktor des "Fonds zur Unterstützung der Kleinbauern und Landwirte in Usbekistan" hat die 4 Messetage auch dazu genutzt, sich in umliegenden Unternehmen ein Bild von der Produktion zu machen. So u.a. in Dargun, wo täglich die Milch von 30.000 Kühen zu Käse verarbeitet wird. Solche Konzentrationen wünscht sich Sultanov auch. Nach Aussage des Fondsdirektors wirtschaften in Usbekistan nach wie vor überwiegend Kleinbauern, die lediglich 20, im Maximalfall 70 Kühe halten. Mit Unterstützung des Fonds können zur Stabilisierung und Ausbau der Unternehmen jährlich umgerechnet 4,5 Millionen Euro ausgereicht werden. In der heimischen Währung entspricht das mehrere Milliarden Som. Ziel in Usbekistan ist es, ferner den technischen Fortschritt voranzutreiben. Auch diesbezüglich nimmt Ruzimurat Sultanov viele Anregungen von der MELA mit nach Hause. "Was wir hier an Technik zu sehen bekommen haben, war überwältigend", so der einhellige Tenor im gesamten Delegationsteam, das mit einem eigenen Stand in Halle 1 vertreten war.

Selbst eine Messe daheim auszurichten scheint den Teilnehmern noch Zukunftsmusik zu sein. Dafür seien die Interessen innerhalb der Bauernschaft 20 Jahre nach Beginn der Privatisierung mit insgesamt 66.000 Landwirten noch zu unterschiedlich, heißt es. Lediglich eine mit nur wenigen Hundert Quadratmeter große Ausstellung in Taschkent gilt als Bühne des Erfahrungsaustausches. Hauptproduktionszweig in Usbekistan ist mit 60 Prozent der Anbau von Baumwolle. Hinzu kommen zu jeweils 20 Prozent Getreide sowie Obst und Gemüse. Die Tierproduktion ist eher unterentwickelt. Hier gibt es den größten Nachholebedarf, heißt es.

Angestrebt wird von Fondschef Ruzimurat ein Memorandum mit Deutschland, ähnlich, wie es bei einem Messebesuch einer Delegation aus Kasachstan vor 2 Jahren in Mühlengeez verabschiedet wurde. Darin sind auch ganz praktische Unterstützungsmaßnahmen vereinbart, um die Landwirtschaft in der asiatischen Republik spürbar voranzubringen. Nach Beginn der Privatisierung der Kolchosen vor 20 Jahren ist diese Entwicklung bis heute nach wie vor mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. So würden sich auch in Usbekistan Landwirte gern zu Fischwirten weiterentwickeln. Dazu haben die Delegationsmitglieder zahlreiche Anregungen aus einem Besuch in Hohen Wangelin mitgenommen. In einem Betrieb in Hoppenrade, Landkreis Rostock, haben sie sich zudem eingehend über eine effektivere Milchproduktion informiert.

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