Donnerstag, 24. August 2017


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Mecklenburger Warmblut - Tier der Mela 2012

Neubrandenburg, (lifePR) - Uwe Witt ist die Freude ins Gesicht geschrieben. Soeben konnte der Chef des Verbandes der Pferdezüchter in Mecklenburg-Vorpommern verkünden, dass das Tier der Mela 2012 das "Mecklenburger Warmblut" ist. Die Geschichte dieser Rasse reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Begründet wurde die Zucht 1812 im Gestüt Redefin mit Hengsten und Stuten aus bäuerlichem Besitz. Genau an jenem Ort, in dem im nächsten Jahr das 200-jährige Bestehen der Zucht gefeiert wird.

Zwischenzeitlich hatte es mit der Rasse allerdings immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Durch den Einsatz von englischen Vollbluthengsten waren die Pferde zu leicht, anschließend durch die Korrektur mit Kaltbluthengsten als ungeeignet für die Weiterzucht eingestuft worden. Erst nachdem die Zuchtordnung umgestellt worden war, gelang mit Hannoverschem Warmblut ein erfolgreicher Neuanfang. Auf dieser Grundlage, unter Zunahme von Vollblut und Trakehnern, wurde bis 1945 weiter gezüchtet, wenngleich in den Kriegswirren rund Dreiviertel des Zuchtbestandes verlorenging. Nahezu der gesamte Restbestand ging anschließend als Reparationsleistung an die Sowjetunion. Lediglich 13 Hengste verblieben in Redefin.

Mit der neuen Nachkriegs-Gebietsstruktur erweiterte sich das Zuchtgebiet auf den vorpommerschen Raum. Weil auch das Amt Neuhaus an der Grenze zu Niedersachsen hinzu kam, ging fortan zudem der Hannoversche Pferdebestand mit in die Mecklenburger Zucht auf.

Neue Schwierigkeiten tauchten 1951 auf, als das Landgestüt Redefin aufgelöst und in ein Volkseigenes Gut umgewandelt wurde. Ruhe kehrte dort erst 1956 wieder mit der Neugründung eines Hengstdepots ein. Doch mit der Schaffung immer größerer Landwirtschaftlicher Betriebe nach der Zwangskollektivierung wurden Pferde nach 1960 in der Landwirtschaft weitestgehend überflüssig. Um wenigstens den Pferdesport zu erhalten, wurde vom Hengstdepot 1962 ein Aufzuchtbetrieb für Fohlen in Ganschow gegründet.

Für Jörg Weinhold ist Ganschow bis heute ein wichtiges Zuchtzentrum. Der anerkannte Pferdekenner, der wesentlichen Anteil am züchterischen Fortschritt des Mecklenburger Warmbluts hat, verweist in diesem Zusammenhang u.a. auf Damika, eine Ganschower Stute, die zuletzt beim Bundeschampionat in Wahrendorf für Furore gesorgt hat. Immer wieder für positive Schlagzeilen sorgt auch Matthias Granzow aus Passin im Sattel von Antik. Die Mecklenburger Warmblutstute konnte sich zuletzt in zahlreichen nationalen und auch internationalen Wettbewerben durchsetzen.

Auch Zuchtverbandspräsident Dr. Manfred Köhler ist hoch erfreut darüber, dass auf der kommenden Mela das Mecklenburger Warmblut im Mittelpunkt des Interesses stehen wird. Gemeinsam mit dem Landgestüt Redefin plant der Verband eine eindrucksvolle Leistungsschau der einzigartigen Pferderasse, die sich durch Gutmütigkeit, Leistungsbereitschaft und Mut gleichermaßen auszeichnet. Und auch Friedhelm Mencke wird einmal mehr auf der MELA für viel Aufmerksamkeit sorgen. Der Inhaber des nach der Wende erfolgreich privatisierten Gestüts in Ganschow hat bereits jetzt begonnen, sich für die Vorführungen im Großen Ring eine ganz besondere Pferdeshow auszudenken.

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