Sonntag, 19. November 2017


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In M-V arbeiten 2.500 Landwirte im Nebenerwerb

Ackern auch nach Feierabend

Neubrandenburg, (lifePR) - Dietrich Neurath ist Landwirt im doppelten Sinne. Vor und nach seiner Arbeit als Melker in einem Landwirtschaftsbetrieb in Freienstein bei Meyenburg ist der 34-jährige noch voll im eigenen Nebenerwerbsunternehmen beschäftigt. Mit Rindern, Mutterschafen, Kleinvieh und Deutschen Sattelschweinen. Entwickelt wurde die Rasse zu DDR-Zeiten aus einer Kreuzung zwischen Angler Sattelschwein und Schwäbisch-Hällischem Landschwein. Anfangs sehr beliebt, geriet die Rasse mit der schwarzen Grundfarbe und dem hellen Sattel nach der Wende zunehmend in Vergessenheit. 2006 wurde sie deshalb zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres erklärt.

Dietrich Neurath hält ihr bis heute die Treue. Ein Eber und 7 reinrassige Sauen sorgen pro Wurf für jeweils 10 bis 12 Ferkel. Insgesamt bringt es jedes Tier im Jahr auf durchschnittlich 22 Nachkommen. Gewirtschaftet wird in 4. Generation auf dem familieneigenen Hof in Darze, Kreis Ludwigslust-Parchim.

Petra Neurath hat es schon früh geahnt. "Bereits als Kind war Dietrich nicht aus den Ställen zu bekommen. Überall musste er mit dabei sein, wollte immer helfen", erzählt die Mutter, die ihren Sohn auf der Mela im Zelt mit der Schweinepräsentation besucht.

Melanie aus Schwaan findet die kleinen Ferkel "total niedlich". Das Schweine auch schwarz aussehen können, hat die 7-jährige bislang nicht gewusst. Von Dietrich Neurath erfährt sie noch einiges mehr über die inzwischen vergleichsweise seltene Rasse. Auch, das jeder, der es möchte und entsprechend Platz zu Hause hat, sich ein Ferkel bei ihm kaufen kann, um es dann selbst groß zuziehen. Der Absatz erfolgt ausschließlich über die Selbstvermarktung.

Das Dietrich Neurath kaum Freizeit hat, sich 365 Tage im Jahr um seine Tiere kümmern muss, das ist dem Nebenerwerbslandwirt egal. "Ich lebe für meine Tiere. Ich kann mir keinen besseren Job vorstellen, auch wenn der Tag mitunter sehr lang ist", gibt der gelernte Melker zu verstehen. Und wenn es wirklich mal eng wird, dann springen auch schon mal die Eltern mit ein. Für Vater Georg Neurath eine Selbstverständlichkeit. Dabei geht es letztlich nicht nur um die Tierbetreuung, sondern auch um ein termingerechtes Arbeiten auf knapp 26 Hektar Ackerland und eigener Futtergewinnung.

Insgesamt wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern rund 2.500 Landwirte im Nebenwerb. Im Haupterwerb sind es nur ein paar Landwirtschaftsbetriebe mehr.

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