ifo-Geschäftsklima steigert die Konjunkturlaune

(lifePR) ( Bielefeld, )
Nach zwei Rückgängen in Folge ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Mai wieder gestiegen. Dies stärkt unsere Erwartung, dass sich die konjunkturellen Auftriebskräfte im laufenden Quartal stärker durchsetzen werden; hierfür rechnen wir auch mit anziehenden Investitionen. Unsere BIP-Prognose für 2013 liegt unverändert bei 0,3%.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland hat seine verhaltene Entwicklung im Mai zwar fortgesetzt. Nach zwei Rückgängen in Folge stieg er gegenüber April aber immerhin um 1,3 auf 105,7 Punkte an.

Zum Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex hat allein beigetragen, dass die befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als besser beurteilt haben. Der entsprechende Index nahm um 2,8 Punkte zu. Die Geschäftserwartungen änderten sich nicht; hier bleibt das Lager der Pessimisten leicht in der Überzahl.

Der ifo-Geschäftsklimaindex liegt derzeit 2,0 Punkte über seinem gleitenden 10-Jahresdurchschnitt. Durch die Konjunkturbrille betrachtet befindet er sich zwar weiter im Niemandsland und die Rückkehr zum Aufwärtstrend von November bis Februar ist noch nicht erfolgt. Grund für konjunkturelle Schwarzmalerei besteht aber nicht, da es trotz der langen Schatten der EWU-Staatsschuldenkrise zu einem Indexanstieg gekommen ist. Hier hatten sich Unternehmen zuletzt unsicher gezeigt, ob die Reparaturarbeiten in der EWU unter dem Deckmantel der EZB gelingen werden. Es ist zwar offen, ob sich die Stimmungsaufhellung fortsetzen wird. Für die Investitionsbereitschaft, die seit fünf Quartalen nach Süden voranschreitet, ist das heutige ifo-Ergebnis aber zunächst ein gutes Signal.

Auf dem aktuellen Niveau stützt das ifo-Geschäftsklima unsere Erwartung einer gegenüber dem Winterhalbjahr zunehmenden Wachstumsdynamik im zweiten Quartal. Hierfür sprechen die wohl einsetzenden Nachholeffekte im Bausektor, höhere Kfz-Neuzulassungen und von den Unternehmen nicht länger aufschiebbare Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen. Die bessere Auftragslage in der Industrie stärkt die Aussicht auf ein höheres Konjunktur-Momentum bereits. Hinzu kommen die grundsätzlich günstigen Wachstumsbedingungen - hohe Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, wachsende Weltwirtschaft, Niedrigzinsen -, die für das Gesamtjahr bestehen bleiben dürften. Aufgrund der entfallenden Sondereffekte dürfte die Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr aber auf den Durchschnitt des ersten Halbjahres sinken. Für das BIP bedeutet dies Wachstumsraten von 0,3% zum Vorquartal. Unsere BIP-Prognose für 2013 beträgt daher 0,3%. Die ungelöste EWU-Staatsschuldenkrise birgt Abwärtsrisiken.
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