Negative BIP-Vorgaben von der Produktion

(lifePR) ( Bielefeld, )
Die deutsche Produktion hat ihren Abwärtstrend im November wieder aufgenommen: Sie sank um 0,6% zum Vormonat. Für das vierte Quartal 2011 zeichnet sich damit ein deutliches Minus ab, das das BIP-Wachstum um rund 0,3 Prozentpunkte dämpfen wird. Die Wirtschaftsleistung wird daher bestenfalls stagniert haben.

- Die Produktion im Produzierenden Gewerbe in Deutschland ist im November um 0,6% zum Vormonat gefallen. Hierzu "beigetragen" haben der Energie- und Industriesektor (-1,0% bzw. -0,4%), der Bausektor (+4,5%) dämpfte den Rückgang. Der seit August andauernde Abwärtstrend der Produktion hält damit an.

- Für das Jahresschlussquartal 2011 steht der erste Produktionsrückgang seit dem ersten Quartal 2009 damit nahezu fest. Das von Oktober bis November aufgelaufene Produktionsniveau liegt 1,5% unter dem Durchschnitt des dritten Quartals. Um einen Rückgang abzuwenden, bedarf es für Dezember eines Anstiegs um 5,5% zum Vormonat. Eine derartige Entwicklung erwarten wir mit Blick auf wichtige Vorlaufindikatoren aber nicht.

- Unseren Berechnungen zufolge wird der voraussichtliche Produktionsrückgang das BIP im vierten Quartal 2011 um etwa 0,3 Prozentpunkte senken. Fraglich ist, ob dies anderweitig ausgeglichen werden kann. Die diesbezüglich von uns in den Konsum gesetzte Hoffnung scheint sich nicht zu erfüllen: Der Einzelhandelsumsatz für Oktober ist stark nach unten revidiert worden und auch die Pkw-Neuzulassungen haben abgenommen. Für unsere BIP-Prognose von 0,9% für 2012 bestehen daher Abwärtsrisiken von bis zu 0,4 Prozentpunkten.

- Eine baldige Produktionswende in der Industrie steht mit Blick auf den Auftragseingang nicht bevor. Dieser ist im November erneut eingebrochen und wird im Jahresschlussquartal 2011 wohl das zweite Minus in Folge aufweisen. Dies dürfte die Produktion auch im Jahresanfangsquartal 2012 belasten.

- Hinweise auf einen starken Produktionseinbruch gibt es derzeit aber nicht: Die Weltwirtschaft wächst nach wie vor moderat. Zudem haben sich die Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe zuletzt zuversichtlicher gezeigt; der entsprechende Index liegt aber noch unter der Expansionsschwelle. Auch das ifo-Geschäftsklima ist oberhalb seines 15-Jahresdurchschnittes gestiegen. Bleibt ein Misstrauensschock aufgrund der ungelösten EWU-Staatsschuldenkrise aus, wird die Wirtschaft wohl mit einem blauen Auge davonkommen.

Prävention und Behandlung von Interessenkonflikten

Die von der Bankhaus Lampe KG im Rahmen ihres Interessenkonflikt-Managements zur Prävention und Behandlung von Interessenkonflikten ergriffenen Maßnahmen basieren u. a. auf der funktionalen Trennung sensibler Geschäftsbereiche, der Schaffung von Vertraulichkeitsbereichen durch Errichtung von Informationsbarrieren, Schaffung organisatorischer Regelungen hinsichtlich der Behandlung von vertraulichen und sensiblen Informationen innerhalb und außerhalb der Vertraulichkeitsbereiche und der Überwachung und Beschränkung eigener Wertpapiergeschäfte für Mitarbeiter in sensiblen Bereichen der Bankhaus Lampe KG. Interessenkonflikte, die sich trotz der getroffenen Maßnahmen nicht vermeiden lassen sollten, werden offen gelegt. Die Einhaltung der internen und organisatorischen Vorkehrungen zur Prävention und Behandlung von Interessenkonflikten wird durch die unabhängige Compliance-Stelle überwacht.

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