Sonntag, 19. November 2017


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Spiel's noch einmal, Mario!

Die Marktmeinung aus Stuttgart

Stuttgart, (lifePR) - Er hat es wieder geschafft. Der EZB-Präsident Mario Draghi hat die Finanzmärkte glücklich gemacht. Er hat das Spiel des offenen Geldhahns noch einmal angestimmt. Zwar wird die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe auf 30 Mrd. Euro halbieren. Sie wird diese jedoch bis mindestens September 2018 und „erforderlichenfalls darüber hinaus“ weiterführen. Was also Zinserhöhungen angeht, kann man sich an ein weiteres Zitat des berühmten Films, welcher in der Hauptstadt eines nordafrikanischen Staates spielt, anlehnen: „Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber bald und dann für den Rest Deines Lebens.“ Streiten kann man noch, ob dieses Zitat im Sinne von dauerhaften Minuszinsen oder für einen steigenden Zins zu interpretieren ist. Auf absehbare Zeit steht jedenfalls keine Leitzinserhöhung der EZB in Europa an. Dabei stehen alle konjunkturellen Wachstumsampeln auf Grün. Die Kreditvergabe im Euroraum zieht an, ein ausgewiesenes Ziel der EZB-Geldpolitik, und die BIP-Wachstumserwartungen wurden von Expertenseite von bisher 1,90 % auf 2,2 % im Euroraum angehoben. In Deutschland gab es seit der Wiedervereinigung noch nie so viele Beschäftigungsverhältnisse wie in diesen Tagen. Und nicht nur das US-BIP wächst ungeachtet der Hurrikan-Belastungen mit unerwartet hohen 3,0 %, sondern auch die Weltwirtschaft wird durch eine deutliche Ausweitung des Welthandels bis über 2018 hinaus Wachstum oberhalb der bisherigen Analystenschätzungen zeigen.

Nicht zuletzt zeigen die sehr hoch bewerteten Tech-Giganten in den USA, warum sie diese hohen Bewertungen verdienen. Weil sie nämlich extrem starke Gewinnzahlen ausweisen, die diese hohen Bewertungen wieder auf Normalmaß stutzen.

Vor diesem Hintergrund wird mit einer erneuten Zinserhöhung der US-Zentralbank Fed noch im Dezember gerechnet. Und auch für die EZB wurde mit einer eindeutigeren Abkehr von der ultralockeren Zinspolitik gerechnet. Da diese aber relativ mild ausfällt und eine Leitzinserhöhung wohl bis auf den einstweiligen Sankt-Nimmerleins- Tag verschoben wurde, bleiben die Zinsen niedrig. Inflationsdruck ist allerorten kaum zu verspüren und das „Goldilocks-Szenario“ für Aktien hat weiter Bestand. Kein Wunder, dass die 13.000er-Punkte- Marke des Dax nun pulverisiert und übertroffen wurde. Natürlich sind technische Korrekturen immer wieder möglich, die den Index auch wieder deutlich unter diese psychologisch wichtige Marke drücken können. Insbesondere, wenn die Jamaika-Verhandlungen für eine Regierungsbildung weiter so haken wie bisher. Um dem Namen dieser Parteienkonstellation alle Ehre zu machen, wird als eines der ersten Ergebnisse der Verhandlungen die Freigabe der Softdroge Cannabis kolportiert, die in Ausnahmefällen medizinische Implikationen haben kann. Zum Glück steht angesichts der Seriosität der Verhandlungspartner zu erwarten, dass aus den Verhandlungsräumen irgendwann eher weißer denn süßlich duftender Rauch ausströmt. Für die Aktienmärkte wäre eine gelungene Jamaika-Regierungsbildung die hinreichende Bedingung, um ihre Niveaus zu halten und den Investoren die vorgezogene Weihnachtsrally zu bewahren.

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