Euro-Absturz

Die Marktmeinung aus Stuttgart / von Michael Beck

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Verbraucherpreise im Euro-Raum stiegen im September mit nur noch 0,3 Prozent, also mit dem niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre. Markante Marktreaktionen waren die Folge: Aktien haussierten und der Euro stürzte unter 1,26 EUR/USD. Grund dafür ist die Erwartung der Marktteilnehmer, dass der Präsident der europäischen Zentralbank Mario Draghi nun seinen Ankündigungen endgültig Taten folgen lassen muss. Vermeidung deflationärer Tendenzen mit all ihren negativen wirtschaftlichen Folgen ist derzeit das oberste Ziel der EZB. Während die britische und die US-amerikanische Notenbank kurz davor stehen, ihre in der Vergangenheit sehr expansive Geldpolitik deutlich restriktiver zu gestalten, holt Draghi nun das nach, was seine Zentralbank-Kollegen die letzten Jahre exzessiv vorgemacht haben. Versorgung der Finanz- und Kreditmärkte mit billigem Geld und Auflegung von Anleihenkaufprogrammen. Unter dem Strich also Geld drucken. Unmittelbare Folge ist die (gewollte) deutliche Abschwächung des Euro-Wechselkurses. Wie so oft gestaltet sich diese Abwertung allerdings schneller und heftiger als erwartet. Die Diskrepanz der Zinslandschaften und Wachstumsraten in den USA und Europa klaffen nunmehr so weit auseinander, dass eine gewaltige Spekulationswelle auf einen steigenden US-Dollar entstanden ist. Vordergründig kommt dies der EZB zupass, da ein billiger Euro der europäischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschafft und der dümpelnden Euro-Wirtschaft auf die Beine hilft. Zudem wirkt dies der Deflationsgefahr entgegen. Ein mulmiges Gefühl macht sich jedoch breit, denn diese Entwicklungen haben wir schon mal gesehen. In Japan vor 20 Jahren!

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