Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Zwar wurde Griechenland durch die Ratingagentur Moody auf Ba1 herabgestuft, allerdings wurde dies von den Investoren bereits erwartet. Die EZB nahm auch wieder den Ankauf von griechischen, portugiesischen und irländischen Papieren vor. Da auch Spanien die Emissionen neuer Geldmarktpapiere am Markt unterbringen konnte, zeigte der gesamte Bondmarkt wenig Unruhe. Dies, obwohl der ZEW-Index nach unten korrigierte und somit an der Konjunkturzuversicht Zweifel äußert. An den Aktienmärkten ist zurzeit keine Unruhe zu spüren. Im Gegenteil, schlechte Nachrichten werden nicht zur Kenntnis genommen, die positiven Unternehmensdaten sind Anlass genug, um die Kurse nach oben zu treiben. Unterstützt von nach wie vor viel Liquidität, die nun scheinbar keinen Anlass mehr sieht, sich zurückzuhalten. Wie bereits im Abwärtstrend, so zeigt sich nun in der Aufwärtsbewegung der Bankensektor als Antreiber des Marktgeschehens. Der DAX hat seine Widerstandszone mit 6.175 Punkten erreicht und wird diese auch überschreiten, um die nächste Marke von 6.300 Punkten in Angriff nehmen zu können. Der Euro Stoxx 50 liegt auf der Widerstandsmarke von 2.450 Punkten, hier wäre nun Luft bis zu 2.580 Punkten. Beim Dow-Jones-Index könnte die Aufwärtsbewegung bis 10.750 Punkte möglich sein.

Die Börse hat einen beeindruckenden Richtungswechsel vorgenommen, und dies nicht nur im europäischen Umfeld, sondern weltweit. Es wird positiv zur Kenntnis genommen, dass die Staatsverschuldung bei den einzelnen Ländern inzwischen ernst genommen wird und enorme Kraftanstrengungen gezeigt werden, um die Sparprogramme auch durchzusetzen. Sicherlich sind die Wege zum Schuldenabbau die richtigen, ob sie allerdings ausreichen, darf mehr als bezweifelt werden. Ein sogenannter "Haircut" ist zwar aufgrund dieser Programme in den nächsten 18 Monaten unwahrscheinlich, aber danach weiterhin nicht auszuschließen. Da insgesamt keine Haushaltsdisziplin vorhanden ist, spricht man von einem sogenannten "Moral-Hazard-Problem". Kurzfristig werden aber die Unternehmensgewinne die Investoren überzeugen und die geballte Liquidität die Aktienmärkte in eine Überkauftsituation treiben. In dieser Phase ist es wenig sinnvoll, außer für Tradingaktionen, strategische Käufe vorzunehmen. Wir bleiben bei unserer defensiven Strategie, unterstützt von dividendenstarken Titeln in den Branchen Medizintechnik/Gesundheitswesen und Telekommunikation. Bei den Einzelwerten Fresenius, Telefonica und Vodafone sowie die Nationalversicherung Suisse.
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