Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Rentenmärkte geben den Aktienkursen die Richtung vor. Die Nervosität der Anleger führte dazu, dass die zehnjährigen Bundesanleihen unter 2,5 % Rendite fielen. Die Anleger verkauften die schwächeren Länderanleihen und investierten in die Bundesanleihe. Der Goldpreis stieg weiter an und kam erstmals über 1.050 Euro beziehungsweise 1.251 Dollar. Dagegen fiel der Euro weiter zurück, konnte sich zwar kurzfristig erholen durch Interventionen der Schweizer Notenbank, doch wie in der Vergangenheit hielt dieser Anstieg nicht lange. Auch die Aktienmärkte unterzogen sich diesem "Schaukelvorgang". Dabei sehen die deutschen Wirtschaftszahlen gut aus, eine weitere Steigerung der Produktivität ist deutlich zu erkennen. Die guten Zahlen der deutschen Wirtschaft und auch die zuversichtliche Einschätzung von Fed-Chef Bernanke bezüglich der amerikanischen Konjunkturerholung vertreibt aber nicht die Sorge um die Länderrisiken in Europa. Technisch betrachtet stehen die Aktienmärkte dem Börsenspruch "Sell in May and go away"
gegenüber, denn die Aufwärtsbewegungen werden zeitlich immer kürzer. Der DAX müsste über 6.150 Punkte steigen, um wieder in seinen alten Aufwärtstrend hineinzukommen. Die Unterstützungslinie von 5.750 Punkten bleibt bestehen, der Euro Stoxx 50 darf die 2.250-Punkte-Marke nicht unterschreiten, da ansonsten ein klarer Abwärtstrend entsteht. Erst ein Übersteigen der 2.480-Punkte-Marke könnte eine Aufwärtsbewegung bedeuten. Der Dow-Jones-Index konnte sich auf seiner Unterstützungslinie von 9.900 Punkten halten. Sollte diese Marke in den nächsten Tagen nach unten durchbrochen werden, wäre die nächste Unterstützungslinie erst bei 9.500 Punkten.

Die Rahmeneckdaten für die Aktieninvestoren haben sich in den letzten Monaten nicht verändert: auf der einen Seite verbesserte Unternehmensnachrichten und auf der anderen Seite erhöhte Länderrisiken. Positive wie negative Nachrichten wechseln sich ständig ab und spiegeln sich in den hohen Schwankungsbreiten der Aktienkurse wider. Die risikoaversen Anleger werden sich somit weiter zurückhalten und das Terrain dem spekulativen, tradingorientierten Investor überlassen. Ein klarer Trend wird auch in den nächsten Wochen nicht erkennbar sein. Insofern gilt es, die Schwankungsbreiten auszunutzen und stärkere Rückschläge als Signal zu erkennen, um defensive dividendenstarke Titel in das Depot zu nehmen. Dazu zählen die Branchen Medizintechnik/Gesundheitswesen und Telekommunikation. Bei den Einzelwerten sehen wir als kaufenswert die Fresenius und Johnson & Johnson sowie die Telefonica und die Vodafone. Neu auf die Kaufliste nehmen wir die schweizerische Nationalversicherung auf.
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