BLHV: Für kommende Herausforderungen gut aufgestellt

(lifePR) ( Freiburg, )
Trotz erheblicher Unsicherheiten in der Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie einer angekündigten erneuten Reform der EU-Agrarpolitik sieht der BLHV hoffnungsvoll in die Zukunft. Nach einer erneuten Talfahrt der Bauern-Einkommen lassen die Preisentwicklungen auf eine wirtschaftliche Besserung schließen. Der BLHV als Interessenverband der südbadischen Land- und Forstwirte hat mit einer Kommunikationsoffensive Grundlagen für eine wirkungsvolle Verbandsarbeit geschaffen. Darauf verwies der Hauptgeschäftsführer des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), Gerhard Henninger, in einem Pressegespräch am 24. März in Freiburg. In einem ereignisreichen Jahr, so Henninger in einer Bilanz des abgelaufenen Jahres, habe der Verband zahlreiche Entlastungen für seine Bauern erreicht. So sei es gelungen, die Beiträge zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung spürbar zu senken. Dazu habe die Bundesregierung Anteile der Zusatzkosten für Unfallrenten von aus der Landwirtschaft ausgeschiedenen Personen übernommen. Durch massives Bemühen des BLHV sei ferner ein Einstieg in einen bundesweiten Solidaritätsausgleich zwischen den Landwirtschaftlichen Unfallversicherern gelungen. Das führe zu dauerhaften Entlastungen von erdrückenden Unfallversicherungsbeiträgen im Südwesten Deutschlands.

Henninger wies darauf hin, dass die Einkommen der südbadischen Landwirte im zurückliegenden Jahr um durchschnittlich sechs Prozent auf 1.438 € je Familienarbeitskraft (FAK) im Monat sanken. Baden-Württemberg war damit Schlusslicht im Ländervergleich. Positive Einkommen, so der Hauptgeschäftsführer, konnten ohnehin nur mit Hilfe von EU-Direktzahlungen und kofinanzierten Landesagrarprogrammen wie MEKA und Ausgleichszulage erwirtschaftet werden.

Die im Wirtschaftsjahr 2009/10 erzielten Markterlöse reichten nicht aus, die Gestehungskosten für Getreide, Fleisch und Milch zu decken. Angesichts wechselhafter Preise auf liberalisierten Agrarmärkten, so Henninger, sei eine Grundsicherung der Landwirtschaft über verlässliche EU-Direktzahlungen unerlässlich. Sie dienten der Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln zu bezahlbaren Preisen. Versorgungssicherheit werde zunehmend auch für Agro-Energie und nachwachsende Rohstoffe ein strategischer Faktor der Volkswirtschaft, so Henninger. Ziel einer verantwortungsvollen Agrarpolitik in der EU, im Bund und im Land müsse deshalb sein, verlässliche Rahmenbedingungen für eine einkommensstabile familienbäuerliche Landwirtschaft zu schaffen und zu gewährleisten.

Nach Darstellung des BLHV-Hauptgeschäftsführers war die Arbeit des BLHV 2010 geprägt durch Verunsicherungen hinsichtlich der Zukunft der EU-Agrarpolitik nach 2013, die beabsichtigte Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete, die nationale Umsetzung der EU-Erosionsrichtlinie mit Einführung eines Erosionskatasters, die weitere Ausbreitung des Maiswurzelbohrers insbesondere im Rheintal, die Planungen der Bahn zum Ausbau der Rheintal-Trasse und Auseinandersetzungen um fragliche Biotopkartierungen.

Innerverbandlich, so Henninger, habe der BLHV mit einer Dialogoffensive Grundlagen geschaffen für eine Stärkung verbandlicher Leistungen und Durchsetzungsvermögen. In gut besuchten Regionalkonferenzen seien Mitglieder in einen Erneuerungsprozess unter der Zielvorgabe "BLHV 2020" einbezogen worden. Die Ergebnisse der zahlreichen Foren zielten auf eine aktivere berufsständische Arbeit auf örtlicher und regionaler Ebene und auf eine höhere Akzeptanz und Wertschätzung bäuerlicher Arbeit in der Bevölkerung. Vertrauen der Verbraucher in heimische Produkte sei auch angesichts der Erfahrungen im Dioxinskandal für viele Höfe überlebenswichtig. Auch hierzu bleibe der BLHV ein unverzichtbarer Begleiter und Berater für bäuerliche Betriebe in Südbaden.

Mitgliederberatung in rechtlichen und sozialen Fragen, im Kampf gegen eine überbordende Bürokratie, bei Hofübergaben und bei wichtigen unternehmerischen Grundsatzentscheidungen bilde neben der steuerlichen Beratung und Buchführung den Schwerpunkt der Beratungstätigkeit des Verbandes, so Henninger.
Intensive Mitgliederbetreuung erfolge in den sieben überwiegend verbandseigenen Bezirksgeschäftsstellen in Achern, Herbolzheim, Freiburg, Müllheim, Waldshut- Tiengen, Donaueschingen und Stockach. Der BLHV berate und vertrete 17.342 Einzelmitglieder. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 103 Mitglieder oder 0,6 Prozent. Mit seinem dezentralen Bildungsangebot greife der Verband aktuelle fachliche und verbandspolitische Themen auf und stärke damit zugleich eine demokratische Willensbildung.

Fachliche und berufsständische Informationen an bäuerliche Betriebe in Südbaden, so Henninger, vermittle die wöchentlich erscheinende Badische Bauernzeitung.
Sie sei zugleich Verbandsorgan des BLHV. Der Agrardienst Baden, eine Tochtergesellschaft des Verbandes, biete den Mitgliedern zahlreiche Vergünstigungen beim Kauf von Fahrzeugen bis hin zu Bodenuntersuchungen oder Trinkwasseranalysen.
Dort angesiedelt sei auch die Versicherungsberatung sowie ein qualifiziertes Fachreise-Angebot.

Dem BLHV angegliedert seien schließlich der LandFrauenverband Südbaden mit 20.000 Mitgliedern und der Bund Badischer Landjugend (BBL) mit rund 3.000 jungen Menschen aus dem ländlichen Raum. Der BBL betreibe eine Jugendbildungsstätte in Simonswald. Er feierte 2010 sein 60-jähriges Verbandsjubiläum.

Der BLHV, so dessen Hauptgeschäftsführer, sieht sich für die wachsenden Beratungs- und Vertretungsaufgaben mit einer qualifizierten ehren- und hauptamtlichen Mannschaft gut aufgestellt. Er werde seine Jahresrechnung 2010 mit einem positiven Ergebnis abschließen.
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