Donnerstag, 23. November 2017


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Wunderwerk Wirbelsäule

Unser Rückgrat: Zentrale des Skeletts

Berlin, (lifePR) - Sie hält uns aufrecht und verbindet Beine mit Schultern und Armen - unsere Wirbelsäule. "Mit 24 einzelnen, beweglichen Wirbeln sowie Kreuz- und Steißbein sorgt das Rückgrat für Stabilität und gilt damit als wichtigster Bestandteil unseres Skeletts", erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Wirbelsäulenklinik Berlin. "Unsere Bandscheiben, eine flexible Knochenverbindung zwischen den einzelnen Wirbeln, funktionieren dabei als Stoßdämpfer, wenn Belastungen auf unser Rückgrat einwirken. Außerdem gleichen sie Druckunterschiede aus, die entstehen, wenn sich zwei Wirbel gegeneinander bewegen." Schon diese Tatsachen zeigen, was das s-förmige Knochenkonstrukt für ein Meisterwerk darstellt - jeder Baustein erfüllt seine spezielle Aufgabe, leidet aber auch unter seinen ganz eigenen Beschwerden.

Sensibler Nacken
Direkt unter dem Kopf beginnend, formen sieben Wirbel die Halswirbelsäule. Aufgrund der beweglichen Anordnung gilt sie als äußerst sensibler Teil des Rückens. Falsche Belastungen führen hier leicht zu Muskelverspannungen. Durch dauerhafte falsche Sitzhaltungen - etwa im Büro und Auto - oder durch Zugluft äußern sich schnell entsprechende Beschwerden. Auch Stress zählt zu den auslösenden Faktoren. In der Regel sorgen Wärmebehandlungen oder Massagen für Besserung. Dabei gilt es, unbedingt die Ursache für die Verspannungen zu erkennen und langfristig zu beheben, um chronischen Schmerzen entgegenzuwirken.

Stabiler Schutz
Unterhalb des Halses bilden zwölf Brustwirbel den unbeweglichsten Teil des Rückgrats. Da Rippen und Brustkorb diesen Abschnitt zusätzlich stützen und schützen, kommt es im Vergleich zu den anderen Bereichen nur selten zu Verschleiß. Jedoch treten andere Erkrankungen wie etwa Osteoporose auf, bei der die Dichte und damit die Stabilität sämtlicher Knochen abnimmt und diese schneller brechen. Neben umfassenden konservativen Verfahren mithilfe von Physiotherapie gibt es im Fall von Wirbelfrakturen Möglichkeiten, diese minimalinvasiv wieder aufzurichten. "Bei der sogenannten Kyphoplastie füllen wir mithilfe eines Ballons Zement in den entstandenen Hohlraum", erklärt Dr. Sabarini. "Nach Entnahme des Ballons stabilisiert sich die betroffene Stelle und Patienten verspüren in der Regel eine deutliche Schmerzlinderung."

Basis des Rumpfes
"Im unteren Rücken befinden sich schließlich die fünf Lendenwirbel. Auf diesem Bereich lastet das größte Gewicht", weiß Dr. Sabarini. "Daher kommt es hier am häufigsten zu verschleißbedingten Beschwerden von Wirbeln oder Bandscheiben." Als typisch gilt außerdem der Hexenschuss. Dabei treten Schmerzen plötzlich auf und verhindern meist jede weitere Aktivität. Zurückführen lassen sich diese akuten Beschwerden auf Ursachen wie Verspannungen oder auch Bandscheibenvorfälle, die bei einer bestimmten Bewegung die Nerven reizen. Als Sofortmaßnahme eignet sich die sogenannte Stufenlagerung. Dazu flach auf den Boden legen und Unterschenkel auf einem Stuhl platzieren, sodass die Knie einen rechten Winkel bilden. Nach etwa zehn Minuten möglichst sanft wieder aufrichten und in Bewegung kommen. Hexenschüsse gelten normalerweise als harmlose Erkrankungen. Treten allerdings Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen auf oder bestehen die Beschwerden länger als zwei Tage, sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen.

Flexible Verbindung
Bestehend aus einem Faserring und einem gallertartigen Kern, federn unsere Bandscheiben Erschütterungen und Belastungen ab, die durch Bewegungen entstehen. Um dieser Funktion nachzukommen, besteht der Kern zu 90 Prozent aus Flüssigkeit. Im Laufe des Lebens nehmen Wassergehalt und Elastizität der Bandscheiben aufgrund von natürlichen Alterungsprozessen, aber auch durch Überlastung ab. Bei extremer Beanspruchung wölbt sich die Bandscheibe dann nach außen und drückt auf umliegende Nerven. Reißt darüber hinaus der Faserring, kommt es zu einem Bandscheibenvorfall. "Gewöhnlich behandeln wir Patienten zunächst mit konservativen Methoden", erläutert Dr. Sabarini. "Zeigen diese keine ausreichende Wirkung, kommen heutzutage minimalinvasive Methoden zum Einsatz. Als Schmerztherapie und ursächliche Behandlung zugleich wirkt etwa die Epidurale Infiltration, bei der sich durch Punktion mit einem feinen Spezialkatheter Schmerzen lindern lassen. Alternativ bieten sich auch Lasertherapie, Mikrochirurgie oder Bandscheibenzüchtung an.

Weitere Informationen unter www.avicenna-wirbelsäulen-klinik.de. oder www.facebook.de/avicennaberlin

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