Wenn der Stoßdämpfer im Rücken nachgibt

Bandscheibendegeneration ist bei frühzeitiger Diagnose gut zu behandeln

(lifePR) ( Berlin, )
Jeder Mensch besitzt 23 Bandscheiben. Sie sind Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln und federn Gewicht und Druck ab. Sie bestehen aus einem Faserring und einem gelartigen Gallertkern, dem Nukleus. Im Alltag halten sie enorme Kräfte aus. „Mit der Zeit kann die Bandscheibe an Volumen verlieren und brüchig werden. Dadurch geht ihre Funktion als Puffer verloren. Diesen Verschleiß nennen wir in der Fachsprache Bandscheibendegeneration“, sagt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, und ergänzt: „Bewegungsmangel oder Übergewicht können diese Abnutzungserscheinungen noch verstärken, da die Gelkissen aufgrund der andauernden Belastung zu wenig Nährstoffe erhalten.“ Er erklärt, wie dem Verschleiß frühzeitig entgegengewirkt werden kann und was hilft, wenn es passiert ist.

Rückenschmerzen nicht unterschätzen

Eine beginnende Degeneration äußert sich selten durch Beschwerden und wird deswegen oft spät diagnostiziert. Schmerzen treten in der Regel erst auf, wenn es bereits zu einer Vorwölbung der Bandscheibe oder sogar einem Bandscheibenvorfall gekommen ist. In beiden Fällen läuft der Gallertkern aus, die Pufferfunktion ist verloren und das hervortretende Material kann durch Druck auf umliegende Bereiche weitere Probleme, wie Nervenschäden, hervorrufen. Schmerzen in Hals- und Lendenwirbelsäule, die oft auch in Beine und Arme ausstrahlen, sind die Folge. Zudem können Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Kraftminderung auftreten und sogar Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Gleichgewichts- oder Sehstörungen zählen zu den möglichen Symptomen. Um zu vermeiden, dass sich ein möglicher Verschleiß verschlimmert oder sogar Folgeschäden verursacht, gilt es auch leichte Rückenbeschwerden vom Facharzt abklären zu lassen.

Je früher die Diagnose, desto besser die Prognose

Digitales Röntgen oder ein MRT bringen Ursachenklärung. Liegt bereits eine Vorwölbung oder ein leichter Bandscheibenvorfall vor, behandelt Dr. Sabarini mit der perkutanen Laser-Diskus-Dekompression. „Dieser Eingriff ist minimalinvasiv. Überstehendes Gewebe entferne ich hier mit Verdampfung ganz präzise und schnell.“ Doch auch bei schwereren Vorfällen helfen moderne Verfahren Beschwerden zu lindern, ohne zwangsläufig eine große Operation vornehmen zu müssen. So entfernt der Facharzt bei der Mikrochirurgie das ausgetretene Gewebe unter Vollnarkose. Der Eingriff dauert rund 45 Minuten. Im Fall einer inoperablen Schädigung setzt Dr. Sabarini eine künstliche Bandscheibe ein. „Angst, dass nach einer Operation an der Wirbelsäule mit langen Nachwirkungen zu rechnen ist, brauchen die meisten Patienten nicht zu haben. Im Großteil der Fälle verläuft die Regeneration recht schnell, sofern die Rückenmuskulatur durch Krankengymnastik gestärkt wird. Natürlich kommt es immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Doch wer gar nicht reagiert, leidet schlimmer und schädigt seinen Rücken noch mehr“, so der Facharzt.

Bewegung und Ernährung für mehr Elastizität

Ganz lässt sich der Verschleiß einer Bandscheibe nicht vermeiden, denn es gehört zum Alterungsprozess, dass Gewebe und Gallertkern an Elastizität verlieren. Doch gibt es ein paar Punkte, unter deren Beachtung der Verschleiß langsamer voranschreitet: „Körperliche Bewegung ohne übermäßigen Druck auf den Rücken unterstützt die Tätigkeit der Bandscheibe, denn sie gibt bei Bewegung Nährstoffe ab und nimmt diese in Ruhephasen, wie beim Schlafen, wieder auf und wird dadurch wieder dicker – ähnlich wie bei einem Schwamm, der sich mit Wasser vollsaugt, es bei Druck abgibt und sich dann wieder vollsaugt“, verdeutlich Dr. Sabarini und erläutert: „Schwimmen, Radfahren, Laufen oder auch Gymnastik sind rückenfreundliche Sportarten. Aber auch Spazierengehen, Yoga oder Tanzen lassen sich durchaus in den Alltag einbinden.“ Wichtig ist körperliche Bewegung auch im Hinblick auf das Körpergewicht. Ist es zu hoch, steht die Bandscheibe unter Dauerbelastung und der Schwamm ist quasi ständig ausgedrückt – der Verschleiß schreitet so schneller voran. Maßgeblich ist hier neben Bewegung eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten sowie Seefisch wie Lachs oder Hering, der viele Omega-3-Fettsäuren und viel Vitamin A und D enthält.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.
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