Graue Riesen in Gefahr - Afrikas Elefanten durch Wilderei bedroht

Tag des Artenschutzes am 21. Juli 2012 im IMAX 3D Filmtheater Sinsheim

(lifePR) ( Speyer, )
Sie sind majestätisch, faszinierend, dem Menschen in ihrem Verhalten in vielerlei Hinsicht ähnlich und immer für ein exotisches Postkartenmotiv gut: Afrikanische Elefanten. Doch Artenschützer schlagen Alarm: die "Grauen Riesen" sind weiterhin massiv durch Wilderei gefährdet, die Bestände bereits dramatisch verringert. Um auf diese Problematik und die existenzielle Bedrohung der Dickhäuter aufmerksam zu machen muss über dieses Thema gesprochen und informiert werden. Aus diesem Grund gestaltet der gemeinnützige Verein "Rettet die Elefanten Afrikas e. V." am Samstag, 21. Juli 2012 einen speziellen Aktionstag von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Foyer des IMAX 3D Filmtheater Sinsheim beim Auto & Technik Museum Sinsheim.

Seit März 2012 zeigt das IMAX 3D Filmtheater den Film "Zurück in die Wildnis". Hier geht es unter anderem um Aufzuchtstationen elternloser Orang-Utans, Elefanten und um die Problematik der Wilderei. Die Botschaft des Filmes spiegelt das Ziel des "Rettet die Elefanten Afrikas e. V.". Wer an diesem Tag die Patenschaft eines Elefanten übernimmt erhält zu den Filmvorstellungen von "Zurück in die Wildnis" um 15.00 Uhr oder um 19.00 Uhr freien Eintritt. "Rettet die Elefanten Afrikas" (www.reaev.de) wurde 1989 gegründet und setzt sich für den Schutz des Afrikanischen Elefanten und für ein weltweites konsequentes Handelsverbot für Elfenbein ein. Der Verein unterstützt von Spenden verschiedene Elefantenschutz-projekte vor allem in Ostafrika, unter anderem das sehr erfolgreiche Projekt des kenianischen David Sheldrick Wildlife Trusts (www.sheldrickwildlifetrust.org) zur Aufzucht und Auswilderung von verwaisten Elefantenbabies.

Wissenschaftlichen Untersuchungen und Feldstudien renommierter Forscher zufolge geht es dem Afrikanischen Elefanten immer schlechter. In den letzten 30 Jahren haben sich die Bestände auf dem gesamten afrikanischen Kontinent von einst 1,2 Millionen auf weit unter 500.000 Tiere verringert. Besonders betroffen sind die Elefantenherden in Kenia und Tansania, wo die Wilderei seit geraumer Zeit wieder auf dem Vormarsch ist und bereits deutliche Spuren hinterlassen hat. Aber auch in Zentral- und Westafrika ist die Lage prekär. Im Tschad wurden innerhalb eines Jahres rund 170 Elefanten gewildert, der Bestand dort hat sich nach Angaben der internationalen Tierschutzorganisation IFAW um 40% von ursprünglich 4.000 auf nur noch 2.500 Tiere verringert. Und überall werden es immer weniger: nach Expertenschätzungen müssen jährlich annähernd 40.000 afrikanische Elefanten ihr Leben lassen.

Die Ursachen sind vielfältig: die Nachfrage nach Elfenbein ist wieder stark angestiegen. Insbesondere aus asiatischen Ländern kommt das Verlangen nach immer mehr "weißem Gold". Um an die kostbaren Stoßzähne der Elefanten zu gelangen, werden die Tiere rücksichtslos gejagt und getötet. Der illegale Handel mit Elfenbein ist ein lukratives Geschäft: während der Preis für ein Kilogramm um 1990, zu Zeiten des weltweiten Handelsverbots, noch bei etwa 3 USD lag, wird in Fernost nun rund 1.500 USD dafür gezahlt. Der Wilderer erhält umgerechnet zwar nur einen Bruchteil davon, rund 40 USD für ein Kilogramm, das kann ihm somit aber schon für ein kleines Paar Stoßzähne gut 400 USD einbringen - mehr als ein kenianischer Arbeiter im ganzen Jahr verdient. Und trotz eigentlich strenger Handelsverbote versuchen einige Staaten immer wieder, die Beschränkungen zu lockern und den Elfenbeinhandel zumindest teilweise wieder freizugeben.

Dieser erschreckenden Entwicklung und den alarmierenden Zahlen zufolge dürften die noch vorhandenen weniger als 500.000 Elefanten allein durch die Elfenbein-Wilderei in nicht einmal 15 Jahren von den meisten ihrer bisherigen Lebensräume verschwunden sein. Die Folgen für das gesamte Ökosystem wären verheerend - Elefanten sind ein immens wichtiger Bestandteil im Kreislauf der Natur. Da sie ihre Nahrung so gut wie unverdaut wieder ausscheiden, dienen sie als wertvoller Transporteur von Pflanzensamen und sorgen auf diesem Wege dafür, dass grün bleibt, was grün ist. Der Tag des Artenschutzes findet am 21. Juli von 14 bis 19 Uhr im Foyer des IMAX 3D Filmtheater Sinsheim statt. Infos unter Tel.: 07261 / 92 99 - 0 bzw. www.technik -museum.de .
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